Kapitel 5: Motivwahl (Was soll ich zeichnen?)

Diese Tipps sind Teil des E-Books:


Persönliche positive Motive

Meistens kann man die Dinge am besten zeichnen, die man selber auch mag. Zeichne also ein Motiv, das dir etwas bedeutet. Etwas, was du schön findest und gerne machst.

Stell dir folgende Fragen:

  • Was ist dir wichtig?
  • Welche Themen interessieren dich?
  • Was gefällt dir?
  • Welche Farben magst du am liebsten?
  • Was machst du in deiner Freizeit?
  • Was wünschst du dir am meisten?
  • Was bedeutet Spaß für dich?

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Persönliche negative Motive

Dingen, die dich bewegen, beeinflussen die Ausdruckskraft deines Bildes enorm. Wenn du etwas zeichnest, was dich so richtig mitnimmt, wird dieses Gefühl auch auf den Betrachter deines Motivs übergehen.

Stell dir folgende Fragen:

  • Was macht dich traurig?
  • Was regt dich so richtig auf?
  • Gibt es Dinge, die du am liebsten aus dem Fenster eines Hochhauses werfen würdest?
  • Was kannst du nicht ausstehen?
  • Welche Hindernisse stellen sich dir in deinem Leben in den Weg?

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Besondere Orte

Ungewöhnliche Welten sind anziehend. Denk dir Orte aus, die man eher selten oder noch nie auf Bildern gesehen hat. Aber auch normale Plätze sind in Ordnung. Wichtig ist nur, dass es immer etwas zu sehen gibt, wo sich dein Motiv befindet, wenigstens eine Andeutung.

Beispiele:

  • Vergnügungsparks mit neuartigen Fahr-Konstruktionen
  • Wasserparks voller Clowns
  • Jahrmärkte in der Zukunft
  • Wüstendörfer und Karawanen
  • futuristische Unterwasserstädte
  • eine Miniaturwelt in einem Schuh
  • Pilzdörfer versteckt tief im Wald
  • im kaputten Zelt
  • eine Stadt in den Bäumen
  • Häuser erbaut auf dem Wasser, fliegende Wohnungen
  • düstere Welten in Bergen und Vulkanen
  • tropische Inseln mit Palmen und exotischen Pflanzen
  • im voll gestopften Zug oder Flugzeug
  • glitzernde Kristallhöhlen
  • im Gebirge mit hohen Bergen und tiefen Tälern
  • Tore in fremde Welten
  • ein geheimer Antiquitätenladen
  • im Monsterzoo
  • in Wohnwägen und Zirkuszelten
  • im dunklen, verlassenen Einkaufszentrum
  • im Inneren eines elektronischen Gerätes
  • am ungewöhnlichen Strand
  • an einem geheimnisvollen See
  • am ausgetrockneten Fluss
  • unter einer Brücke
  • in der komischen Großstadt
  • auf einem Bauernhof mit ungewöhnlichen Tieren

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Ungewöhnliche Orte

Versetze Dinge an Plätze, an denen man sie nie erwarten würde. Das ergibt fast immer ein interessantes Motiv. Denk dir auch Gründe aus, was sie dort machen.

Beispiel:

  • Wo würdest du niemals einen Taxifahrer erwarten? Im Inneren eines Vulkans vielleicht? Zeichne ihn mit seinem Wagen genau dort rein! Vielleicht ist er ja ein Zeitreisender aus der Zukunft, der nicht wusste, dass hier in der Vergangenheit ein Vulkan steht?
  • Du kannst eine ganze Stadt ins Innere einer Flasche zeichnen
  • eine Couch mitten in die Wüste stellen
  • eine futuristischen Gegenstand ins Mittelalter versetzen
  • eine Party auf einem fliegenden Wohnzimmertisch veranstalten

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Besondere Momente

Ganz besondere Momente können einen Betrachter berühren. Wenn du es schaffst, dass der Betrachter deines Bildes etwas empfindet, wird er es nicht so schnell vergessen. Und je nachdem wie sehr er von deinem Motiv beeindruckt ist, kann es sein, dass er auch anderen von deinen Bildern erzählt.

Überlege dir, was dich selbst bewegt. Gab es Momente in deinem Leben, die du nie vergessen wirst? Was war der Auslöser dieser Momente? Gut geeignet sind auch bedeutungsschwere Ereignisse, die gravierende Auswirkungen auf die Zukunft haben.

Beispiele:

  • ein letzter Abschied
  • der erste Blick auf etwas Großartiges, Unfassbares
  • eine aufblitzende Erinnerung die man einfach nicht loswird
  • etwas Spannendes
  • etwas was man verhindern möchte, aber unvermeidlich erscheint
  • die Übergabe eines besonderen Geschenks
  • ein Raumschiff kurz vor dem explodieren
  • etwas unerwartetes, z.B. der Bösewicht, der immer im falschen Moment auftaucht

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Lebendige Welten

Denke nicht an die Abstufung „Vordergrund“ und „Hintergrund“. Es gibt auch einen Raum dazwischen.

Lebendige Wesen leben! Sie bewegen Dinge in ihrer Umgebung und verändern diese. Lass deine Charaktere etwas tun und nicht nur in der Gegend herum stehen. Zeichne sie während sie etwas machen - nicht davor oder danach! Lass sie mit Gegenständen oder anderen Charakteren auf dem Bild agieren. Eine Figur soll mit ihrer Welt verschmelzen, Dinge in ihr auslösen und die Welt mitgestalten.

Genauso hat die Umgebung Einfluss auf diese Lebewesen. Es wäre z.B. ungewöhnlich, eine Figur im Strandoutfit vor eine Eislandschaft zu stellen. Du kannst ihre Kleidung den Gegebenheiten anpassen. Dabei spielt auch das Wetter in der Welt eine große Rolle. Wind wirbelt Haare und Stoffe auf, Regen macht Dinge nass. Jahreszeiten verändern das Aussehen und die Tätigkeiten von deinen Charakteren.

Übe auch verschiedene Gesichtsausdrücke und unterschiedliche Blicke. Dadurch kannst du dem Betrachter sofort zeigen, wie sich ein Lebewesen im Moment fühlt.

Beispiele:

  • einzigartige Charaktere mit besonderen Merkmalen
  • verschiedenste Tierarten
  • ausgestorbene Arten
  • selbst erfundene Tiere
  • Pflanzen, Bäume und Blumen
  • Monster und Aliens
  • Kinder und Babys
  • Familien
  • alte Menschen
  • Menschen aus verschiedenen Ländern
  • Bölker aus erfundenen Welten
  • Naturgewalten

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Gegenstände

Es gibt unendlich viele Gegenstände, die Platz auf deinem Bild finden können. Schau dich um. Geh durch Geschäfte durch, dort findest du tausende. Du kannst sogar selber welche erfinden. Oder das am Offensichtlichsten: Zeichne einfach dein Zeichenmaterial.

Weitere Beispiele:

  • Bücher
  • Schmuck
  • Mineralien
  • besondere Möbelstücke
  • Strandausrüstungen
  • Fortbewegungsmittel
  • Lampen
  • Computer
  • Geschenke
  • Haushaltsgeräte
  • Kissen und Decken
  • verschiedene Materialien
  • Brettspiele

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Nahrungsmittel

Hattest du beim Ansehen eines Bildes schon mal Hunger oder Durst? Du kannst so was auch zeichnen. Du bist in der Lage ein Motiv zu erschaffen, bei dem einem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft!

Beispiele:

  • Kuchen, Torten und Pralinen
  • Süßigkeiten
  • verschiedene Pizzasorten
  • Mehr-Gänge-Menüs
  • Obst und Gemüse
  • Gemüse
  • unterschiedliche Getränke in verschiedensten Gläsern
  • Fleischsorten
  • Speisen für Babys
  • Tierfutter
  • Frühstück
  • Brotzeit
  • Essen aus verschiedensten Ländern
  • Zutaten
  • Kochutensilien
  • Leute beim Einkaufen oder Kochen
  • Märkte
  • Anpflanzen von Lebensmitteln

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Problem / Konflikt / Hindernis

Ein Problem ist immer spannend. Der Betrachter überlegt dann, was wohl passiert und wie man dieses Problem lösen könnte. Er macht sich also Gedanken über dein Bild und das ist immer ein Vorteil für dich. Wenn sich jemand damit beschäftigt, bleibt dein Bild in seinem Kopf hängen und er erinnert sich daran.

Überlege dir einen Konflikt. Etwas, was einem Charakter oder einer Sache im Weg steht. Ein Hindernis, das jemand zu überwinden hat. Das kann zum Beispiel auch ein schreckliches Erlebnis sein. Ein Gegner. Ein Abgrund. Einfach etwas, was einen am Weiterkommen hindert. Und dann versuche das Problem zu zeichnen.

Du kannst auch weiterführende Bilder zeichnen, in dem dieser Konflikt gelöst wird.

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Das Unmögliche möglich machen

Beim Zeichnen hast du einen gewaltigen Vorteil: Deine Bilder sind nicht an die Realität gebunden.

Du kannst auf deinen Motiven Dinge schweben lassen, Gegenstände zerschmelzen und die Physik völlig auf den Kopf stellen. Lass ein Monster in deiner Küche umherkrabbeln und schau, was passiert. Wie verhält es sich? Lass deine Figuren zaubern, Gedanken lesen, unmögliche Sportübungen durchführen, zeichne ihnen 22 Finger und ziehe ihre Hälse so lang, dass ihr Kopf bis zum Mond reicht. Dreh an der Zeit herum. Versetze Schauplätze auf fremde Planeten.

Du kannst absolut alles machen!

Zeichner Ideen Generator

Wenn dir jetzt noch immer nichts einfällt, schau dir dieses Programm an und lass dir Ideen geben: Zeichner-Ideen-Generator

 


 

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