Kurzgeschichte: Die geheime Elite (Der Geschichtensammler im All – Kapitel 5)

Diese Kurzgeschichte ist Teil einer längeren Geschichte:


 

sockenzombie
Motiv zum Kapitel - Zum Tutorial: Die geheime Elite

 

„Wollt ihr wissen, was mit euren Steuergeldern wirklich passiert?“
„Halt die Klappe.“ Herablassend packte mich der Mann und zog mich von den anderen Gästen weg.
Ich hatte es so satt ständig als Lügner zu gelten. Ich sagte immer die Wahrheit! „Es landet bei einer Frau, die sich seit über 2 Wochen nicht mehr gewaschen hat!“
„Du bist betrunken. Hör auf mit deinen Märchen, dumme Göre.“ Er schob mich in ein Zimmer.
"Dad, ich brauche ein Bad."
"Du brauchst ein Bett. Schlaf dich aus und morgen bist du verschwunden!"
"Darf ich nicht mal mehr meine Familie besuchen?"
Das Krachen der Türe war meine Antwort. Da stand ich, allein. Wie gewohnt.

Ich war nicht betrunken, war ich nie. Nur enttäuscht. Enttäuscht zu erfahren, nicht auf den Geburtstag meiner Mutter eingeladen worden zu sein.

"Pssst, Esa, bist du da drin?" Ich erkannte die Stimme sofort und schon schlüpfte eine kleine Gestalt in den Raum. "Esaaaaa! Wo warst du so lange?“ Mein kleiner Bruder stürzte auf mich zu.
"Rio!" Ich hob ihn hoch, drückte ihn und setzte ihn dann auf das Bett.

„Iiii, du stinkst! Erzählst du mir von den Aliens?"
"Wo hast du denn das her?" Es entsetzte mich, doch gleichzeitig stahl sich ein Lächeln auf mein Gesicht. Wenigstens einer in der Familie, der mir zuhörte. Auch wenn es sich für ihn nur um Gute – Nacht – Geschichten handelte.
"Ich weiß es eben."
"Du bist ja schlau."
"Na klar, du machst sie kaputt, bäm! Mit deinem Raumschiff, wuuuusch!", lachend wedelte er mit den Händen durch die Luft.
„Nein, ich zerstöre sie nicht. Ich rede mit ihnen.“
„Ohh, wie langweilig.“

Es war schon dunkel, als ich auf Zehenspitzen das Haus meiner Eltern verließ. Rio schlief friedlich in seinem Bett.

So schnell ich konnte rannte ich zum Wagen, der mich zum Raumschiff bringen sollte. Der Fahrer trat in die Pedale, ehe ich richtig saß. Traurig blickte ich aus dem Fenster zurück. Sie würden es nie begreifen. Sie durften es gar nicht. Es war verboten. Ich war ein Mensch, der offiziell gar nicht existierte. Ein Mitglied der Elite.

Schon morgen würde ein neuer Auftrag reinkommen. Aber jetzt wartete erst ein heißes Bad auf mich. Naja nicht gleich, erst in ein paar Stunden dann, oben auf der Station. Aber ich freute mich sehr darauf. Ich hatte mir dieses Bad verdient. Ich rettete heute über 9 Milliarden Menschen das Leben. Das machte ich fast jeden Tag. Und niemand hier wird es je erfahren.

 

Ich habe es erfahren. Ist ja logisch, sonnst könnte ich dir das jetzt nicht erzählen. Aber ich verrate dir nicht, woran Esa arbeitet. Das musst du schon selber herausfinden! Wer weiß, vielleicht hat sie dieses Bad ja gar nicht verdient? Eins steht fest, Esa hat einen sehr seltsamen Job. Aber aus Rio wird ein richtiger Held, das darfst du mir glauben, er war letzte Woche hier bei mir! Naja, eigentlich ist er ausgerissen von zu Hause. Aber das ist eine andere Geschichte…

 


 

Diese Kurzgeschichte ist Teil einer längeren Geschichte:


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