24 Stunden Comic Tag – Ein Erfahrungsbericht (Der hässliche Pixelfehler)

Vorgabe: 24 Seiten Comic in 24 Stunden zeichnen.

Das eingescannte Ergebnis findet ihr gaaaaaanz unten… :)

Ich hab es wieder gewagt und dieses Mal mit Erfolg. Vielleicht erinnert ihr euch an meinen letzten gescheiterten Versuch vor etwa zwei Jahren: http://blog.sockenzombie.de/2015/09/27/24-seiten-comic-wochenende/ …ganze 9 Seiten habe ich damals geschafft. Dieses Mal nahm ich mir vor, die Regeln genauer einzuhalten und es wurden sogar mehr. Das lag größtenteils daran, dass ich keine Farbe verwendet habe und mittlerweile scheinbar um einige Erfahrung reicher bin. Und dass die Story um einiges nerdiger war. Es geht nämlich um einen hässlichen Pixelfehler…

Vorbereitung (10.12.2017)

sockenzombie 24 stunden comic - vorbereitung

Die einzige erlaubte Vorbereitung sind laut Regeln die Bereitstellung des Materials. Ich habe hier das Papier präpariert, damit ich sofort loslegen kann. Die aufgeklebten Tapse sind für die Ränder, damit ich sie während dem Zeichnen nicht lange ausmessen muss. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, wie genau die Story verlaufen wird, konnte ich natürlich nur die Außenränder abkleben. Kann ich übrigens nur empfehlen, das mit dem Abkleben der Panels ging während der Herausforderung dann wirklich sehr schnell.

Vorgehen (11.12.2017 – 12.12.2017)

5:20 Uhr
Erst mal wach werden, kurz unter die Dusche und noch ein wenig was vorbereiten sowie Musik bereit stellen und Material raussuchen, was ich verwenden werde.

6:00 Uhr
Genau um 6 Uhr ging es los. Ich machte mir Notizen zur Story und bestimmte den genauen Ablauf. Da die Idee schon einige Tage in meinem Kopf herumschwirrte wollte und durfte sie jetzt endlich auch sehr schnell raus. Ich habe hier gleich festgelegt, was auf welche Seite kommen wird und eine kleine Skizze von meinem Pixelfehler angefertigt. Wahrscheinlich erkennt man es auf dem kleinen Bild eh nicht, aber wer sich wundert über die Schrift: Die verwende ich fast immer für kurze Notizen. Nachdem mir Steno nicht zugesagt hatte, habe ich vor einiger Zeit kurzerhand eine eigene Schrift erfunden, um schneller schreiben zu können. Zum schnellen Aufschreiben einer Story unter Zeitdruck eignet sich diese natürlich perfekt.

24h comic - sockenzombie skizzen

6:40 Uhr
Etwa 40 Minuten nach dem Start konnte ich bereits mit den ersten Skizzen beginnen. Ich habe alle Seiten mit Bleistift vorskizziert. Im Nachhinein würde ich das nicht mehr so genau machen und die einzelnen Skizzen weniger ausarbeiten. Ein Fehler, den ich beim Nachziehen der Lines später noch bereuen würde…

7:20 Uhr
Die ersten 2 Seiten sind fertig vorskizziert. Um 8:10 Uhr sind es 5 Seiten. Ich machte eine kleine Pause bis 8:30 Uhr und esse erst mal etwas. Noch ist es ruhig und ich habe Platz am Tisch. Für die Texte benutzte ich übrigens ein Lineal, das ich während dem Schreiben hinlegte, um gerade zu bleiben.

9:20 Uhr
7 Seiten sind skizziert. Bis 10 Uhr sind es schon 10 Seiten, um 11 Uhr wurden es 12 vorskizzierte Seiten. Die Hälfte ist also geschafft. Um 12:00 Uhr wurden es 14 Seiten. Da der Tag noch lang werden soll, entschied ich mich 20 Minuten zu schlafen.

sockenzombie - 24h comic day - erfahrung

14:00 Uhr
19 Seiten. Ich merkte, wie ich gefühlt immer langsamer wurde. Actionszenen fallen mir nicht leicht und langsam ging mir die Lust am Zeichnen aus. Doch ich machte weiter und schaffte es bis 15 Uhr alle 24 Seiten fertig zu skizzieren. Jetzt hatte ich mir eine Pause verdient.

16:40 Uhr
Später als geplant ging es nach fast zwei Stunden weiter. Mittlerweile sind auch die Gäste zum Zeichnertreffen eingetroffen, das heute bei mir stattfindet und ich zeichne nicht mehr so alleine. *freu* Dafür wird mein Comictext auch gleich von mehreren Leuten Korrektur gelesen, die mich noch auf den ein oder anderen Rechtschreibfehler hinwiesen.

18:00 Uhr
Eigentlich dachte ich, dass Linen viel einfacher wird als das Skizzieren. Ist es im Grunde auch, man kann sich nebenbei unterhalten und muss nicht so viel denken. So wie es mir gefällt, zog ich alles freihändig nach, ohne Lineal. Aber die Hand tut nach einer Weile etwas weh. Bis 18 Uhr habe ich alle Texte nachgezogen.

20:40 Uhr
Linen ist viel anstrengender als Skizzieren! Vielleicht drücke ich einfach zu fest auf? Ich brauchte erst mal eine Pause und sah mir mit den anderen zwei Folgen einer Serie an, die ebenfalls keine Lust mehr auf Zeichnen haben. ^^‘

22:20 Uhr
Zwischendrin hab ich dann doch wieder weiter aufgerafft und war jetzt endlich fertig mit dem Linen. Mehr oder weniger. Natürlich könnte man noch so viel machen, aber meine Hand tat mittlerweile schon mega weh. Und radieren ist richtig böse. Eigentlich radiere ich nie, ich bin das absolut nicht gewohnt, da ich mit deckenden Farben zeichne und meistens sofort über Skizzen drüber gehe oder gleich überhaupt nicht vorzeichne und direkt mit den Farben starte. Sollte es ein nächstes mal geben, werde ich die Skizzen definitiv weglassen. Leider darf ja niemand helfen, weswegen ich das Angebot einer Mitzeichnerin für mich die Bleistiftlinien wegzuradieren ablehnen musste. Mein Arm schimpfte mich sehr dafür…

24h comic day - 24hcd - sockenzombie

0:40 Uhr
Fertig. Ich erkläre den Comic für beendet. Endlich! Was habe ich in den letzten zwei Stunden noch gemacht? Eine ganze Menge! Erst einmal mich selbst verflucht, warum ich das hier überhaupt mache und mir immer wieder gesagt, dass das ziemlich blöd ist und dass ich so etwas nie wieder machen werde. Nie, nie, nie!
Dann suchte ich eine Möglichkeit, wie ich noch eine Graustufe mit reinbringe und probierte, welches Grau ich verwenden konnte. Ich war natürlich so doof, mir das nicht vorher zu überlegen und musste erst mal schauen, welche Art von Material auf dem Papier sinnvoll erschien. Copics, Farbstifte, Aquarell oder Wachsmalkreiden. Die wurden es dann auch, also holte ich meine Neocolor II heraus und probierte weiter, ehe ich mich für einen kalten, hellen Grauton entschied. Ein Stift, nicht mehr, denn mehr ging einfach nicht und auch das Vermalen mit Wasser ließ ich sein. Das Papier war leider etwas ungeeignet dafür und hätte die Flächen dadurch noch unregelmäßiger gemacht. Ich schraffierte also so schnell wie möglich über die Panels. Müde war ich zwar absolut noch nicht, aber meine Hand wollte nicht mehr, dabei hätte ich doch so gerne noch weiter zeichnen wollen…
Der Moment, der alles wieder gut machte, war, als es ans Abziehen der Tapes ging. Das war ein tolles Gefühl und als ich die coolen weißen Ränder sah, die dabei entstanden, dachte ich nur geil, dafür hat es sich gelohnt!

Nachträglich bedauere ich es, nicht mehr geschwärzt zu haben. Vor allem, da noch so viele Stunden übrig gewesen wären. Der Comic hätte dadurch noch etwas ausgeglichener gewirkt. Einige Seiten sehen leider sehr unfertig aus. Aber es ging einfach nicht mehr, obwohl ich noch über 5 Stunden Zeit gehabt hätte, schloss ich meinen Comic in nur 19 statt 24 Stunden ab.

24 stunden comic day - ergebnis - sockenzombie

Fragen von euch, die mir während oder nach der Herausforderung gestellt wurden

Wusstest du vorher schon, um was es gehen soll?

Ich wusste nicht genau den Verlauf, auch nicht wie das ganze genau aussehen würde, genaue Planungen sind ja laut Regeln nicht erlaubt. Diese besagen, dass man vorher nichts schriftlich festhalten darf, keine Charakterausarbeitungen, keine Übungen, keinen Storyverlauf aufschreiben oder sonst was. Aber ich hatte etwa eine Woche vor dem Comic die Idee, dass ich unbedingt einen Comic über einen Pixelfehler zeichnen wollte. Es war schwer, diese Idee nicht sofort zu notieren, weil ich es bedingt durch meine Tätigkeit als Autor gewohnt bin alles sofort aufzuschreiben.

Was sind das für Streifen?

Das sind die einzelnen Seiten, rundherum beklebt mit Tape. Ich habe mich für ein schmales Querformat entschieden. DIN A4 wäre mir viel zu groß, da ich Miniaturbilder gewohnt bin. Eigentlich ist das ja geschummelt und man könnte mehrere Streifen zu einer Seite zusammenfassen. Sollte es ein nächstes Mal geben, heißt das kleiner zeichnen und mehr Story :)

Kommt der Typ aus Bayern?

Ja, das ist ein bayrischer DAU. Sorry dafür, ich hoffe der Text ist auch für nicht-Bayern verständlich, wenn ihr eine Übersetzung benötigt, könnt ihr mir das gerne in den Kommentaren schreiben. XD

Was fandest du einfacher, Zeichnungen oder Story?

Eindeutig die Story. Geschichten erfinden macht mir allgemein mehr Spaß, als Zeichnen. Ich liebe es, über Ideen nachzudenken, wenn sie noch ganz klein sind, nur kurze Satzfetzen in meinem Kopf. Was ich aber auch sehr cool fand, war das Einbauen von kleinen Details während dem Zeichnen in die Bilder selbst, welche die Story noch unterstützen, wie zum Beispiel lustige Dateinamen, das Betriebssystem oder andere Beschriftungen. Einige der Witze sind leider nur von einer Handvoll Personen zu verstehen, die mich kennen oder kannten, aber ich hoffe das meiste bekommt man auch so mit. Den einzelnen Pixeln etwas Charakter zu verleihen, damit sie nicht alle gleich aussahen, fand ich außerdem auch sehr cool.

Wie kommst du darauf, einen Pixelfehler als Hauptcharakter festzulegen?

Ich bin nicht besonders gut im Menschen zeichnen. Also dachte ich, es muss etwas sein, was man leicht und schnell umsetzen kann. Vierecke sind leicht. Ein Würfel wäre irgendwie auch cool als Charakter, aber dann kam mir die Idee, Pixel. Und damit es ein ganz besonderer Pixel ist, wurde es ein Fehler. Leider hatte ich vorher nicht bedacht, dass die Story ohne Benutzer irgendwie nicht auskommt und so musste ich dann doch wieder einen Menschen zeichnen, wenn auch nur einen seltsamen DAU.

Würdest du es wieder machen?

Vielleicht. Ich kann das derzeit noch nicht sagen. Vielleicht wäre es cool, das ganze mal bei einem offiziellen Event mitzumachen, wenn rund um die Uhr noch Mitstreiter anwesend sind. Ich hatte zwar einige Zeit Begleitung, da ja das Zeichnertreffen am selben Tag stattfand, aber so, von mir aus, würde ich es eher nicht mehr tun. Warum? Es gibt einfach zu viele anderen Dinge, die ich noch machen möchte und das hier hab ich ja jetzt gemacht, das ist abgeschlossen. Und ich habs geschafft! *woho*

Ergebnis

Jetzt wollt ihr ihn nach dem vielen Blabla wahrscheinlich auch noch lesen. Also, hier ein Comic, entstanden in unter 19 Stunden. Mit der Story bin ich sehr zufrieden, mit den Zeichnungen eher weniger. aber egal, dafür, dass ich absolut null Übung drin hab, mag ich das Ergebnis. :)

sockenzombie - 24h comic
sockenzombie - 24h comic
sockenzombie - 24h comic
sockenzombie - 24h comic
sockenzombie - 24h comic
sockenzombie - 24h comic
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sockenzombie - 24h comic
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This is Halloween! – WIPs einer Speed-Kunstkarte

halloween sta kakao karten kürbis sockenzombie

Titel: This is Halloween!
Originalgröße der Karte: 6,4cm x 8,9cm

Zu sehen ist eine kleine WIP-Reihe meiner Kürbiskarte. Rechts unten seht ihr den fertigen Scan. Die Karte entstand irgendwann um 2 Uhr morgens herum und ich brauchte dafür etwa eine Stunde.

Ich muss sagen, wenn ich so zurück blicke, gefiel mir die Version nach etwa 10 Minuten (das Bild rechts oben) irgendwie am besten. Vielleicht sollte ich nächstes Mal früher aufhören und die Details einfach weglassen. Irgendwie mag ich Skizzenhafte Abbildungen lieber. ^_^‘

Gezeichnet für die Halloween Sammel- und Tauschaktion auf kakao-karten.de 2017, diese Karte wird unter den Teilnehmern als kleines Extra verlost

 
-> Große Version des Bildes:
http://blog.sockenzombie.de/wp-content/uploads/2017/10/vip_kurbiss.jpg

 

Material:

Verwendete wurden zur Grundierung folgende Stifte (Bild oben links):

  • Copic Marker in verschiedenen grau und orange Farbtönen
  • Ein uni Chalk Marker in orange mit fluoreszierenden Pigmenten

Darüber habe ich dann weitere Details ausgearbeitet mit:

Socke

Reise ohne Wiederkehr – Entstehung der Kunstkarte

Kakao Karte - ATC - Sockenzombie - WIP

Größe: 6,4cm x 8,9cm
Material: Aquarellfarben, Chalk-Marker

Diese Karte war geplant für die Impressionismus Tauschaktion auf kakao-karten.de Ich begann hier mit einer genialen Farbe: bright opera, eine Tuben-Aquarellfarbe von Mission Gold. Die Farbe hat tolle, leuchtende Pigmente, die aber leider im Licht schnell verblassen.

wip - kunstkarte - reise ohne wiederkehr - sockenzombie

Mit etwas schwarzer Aquarellfarbe deutete ich erste Schatten und Formen an.

wip - kunstkarte - reise ohne wiederkehr - sockenzombie

Hier habe ich mit einem grauen Albrecht Dürrer Aquarellstift die Wolken und Wellen genauer herausgearbeitet.

wip - kunstkarte - reise ohne wiederkehr - sockenzombie

Ein Bild ohne Geschichte hat hier nichts zu suchen, darum geben wir ihr eine. Ein Kapitän, der es wagt, direkt in den Sturm zu fahren. Nein, sterben will er nicht, aber er hat einen guten Grund, diese gefährliche Reise anzutreten. Damit ihr etwas zum Träumen habt, verrate ich den aber nicht. Die Karte trägt den Titel „Reise ohne Wiederkehr“, vielleicht könnt ihr euch ja denken, was passiert oder nicht passiert?

wip - kunstkarte - reise ohne wiederkehr - sockenzombie

Hier habe ich die Wellen und Wolken mit einem weißen Aquarellstift genauer ausgearbeitet. Außerdem fügte ich etwas schwarze Farbe ein, um düstere Schatten zu erzeugen.

wip - kunstkarte - reise ohne wiederkehr - sockenzombie

Um das Motiv richtig zum Leuchten zu bringen, überarbeitete ich es noch einmal mit den uni-Chalk Markern. Das Weiß war mir zu dunkel, also hellte ich es etwas auf, fügte Blitze hinzu und übermalte die Schatten leicht mit fluoreszierendem Pink, um sie farblich an das Schema anzupassen. Hier ein Scan der fertigen Karte:

atc- kunstkarte - reise ohne wiederkehr - sockenzombie

Stiftetest – uni Chalk Marker und uni Posca Brush Marker

uni chalk marker - uni posca brush - sockenzombie
 

Erster Eindruck

Ich freue mich, euch die wasserbasierten Marker der Firma uni-ball vorstellen zu dürfen! Ausprobieren durfte ich die uni Chalk Marker sowie die uni Posca Brush Marker. Infos und weitere Stifte findet ihr hier: uni-ball.de/hobby-craft/

 
uni-ball marker sockenzombieDie Marker kamen alle einzeln und dicht verpackt bei mir an. Vorteil ist, man kann sicher sein, dass sie unbenutzt sind, Nachteil ist der Müll. Mit einem Messer lässt sich die Folie einfach entfernen.

 
Vom Gewicht her heben sie sich leichter als sie aussehen, vor allem die dicken Chalk Marker. Sie liegen gut in der Hand und die Bedienung steht direkt mit auf den Stiften drauf.
 

uni posca brush marker grün - sockenzombieuni chalk marker hellblau - sockenzombie

 
Chalk Marker

Erst einmal heißt es gut schütteln. Danach drückt man die Spitze ein, zum Beispiel auf einem Stück Karton. Achtung: Hierbei sollte man aufpassen, denn es kommt gleich sehr viel Farbe heraus. Auf dem Bild oben rechts könnt ihr das gut sehen. Also haltet den Stift nicht über euer Bild, während ihr das macht.

 
Brush Marker

Hier gibt es an der Stiftrückseite eine Kappe, die man entfernen kann. Das ist praktisch, da dadurch nicht ausversehen zu viel Farben in den Stift gelangen kann. Wenn man mehr Farbe im Pinsel braucht, drückt man einfach auf den darunter liegenden Knopf. Dadurch fließt neue Farbe in die Pinselspitze hinab.

farbtabelle - uni chalk marker - uni posca brush - sockenzombie

Links eine kleine Farbtabelle der beiden Marker Arten aus meinem Skizzenbuch.

Deckkraft

Kurz und knapp vorweg: Die Deckkraft der Farben ist ein Traum!

Ich liebe deckende Farben. Da ich sogar Aquarellfarben immer deckend und möglichst dick auftrage, sind die uni Marker für meine Arbeitsweise perfekt. Wenn man möchte, ist es natürlich auch möglich, die Farben lasierend aufzutragen, wie Aquarell. Dafür verdünnt man sie einfach mit etwas Wasser.

Für meine Tests verwendete ich (abgesehen vom Skizzenbuch) ein 300g/m² Aquarellpapier von Fabriano. Allerdings halten die Farben auf nahezu jeder Oberfläche. Ob Holz, Metall oder Stoff, das geht alles. Dadurch, dass sie so stark decken, kann man wunderschöne, regelmäßige Flächen zeichnen sowie kräftige Akzente setzen und das egal auf welchem Untergrund. Bei den uni Chalk Marker handelt es sich übrigens um eine Art Flüssigkreide, die sich auf glatten Oberflächen mit einem feuchten Schwamm wieder abwischen lässt. Auch die brush Marker sollten sich auf Flächen wie Glas wieder ablösen lassen. Auf Papier habe ich das nicht ausprobiert, doch die Marker scheinen sehr gut zu halten. Durch Übermalen mit einem Pinsel lässt sich die Farbe darauf jedenfalls nicht entfernen.

 

Farbintensität

Die Leuchtkraft der Farben ist etwas, was mich bei beiden Markern besonders beeindruckt hat. Sie sind total kräftig und das, ohne dass ich die einzelnen Flächen öfter übermalen müsste, wie manchmal bei meinen Aquarellfarben. Vor allem die fluoreszierenden Farbtöne der Chalk Marker leuchten wahnsinnig stark und übertreffen damit je nach Farbton fast alle Farben, die ich besitze. Doch auch die anderen Farben erscheinen sehr intensiv.

 

Malverhalten

Farbverläufe lassen sich mit beiden Marker Arten sehr gut gestalten. Dafür kann man einfach Wasser auf einem Pinsel verwenden. Man sollte jedoch nicht zu lange warten, da sich die Farben nur vermalen lassen, so lange sie noch nicht getrocknet sind.

Mit den Brush Markern ist es möglich, je nach Bedarf breite und auch dünnere Linien zu zeichnen. Die Pinsel selbst sind zwar nicht so fein gearbeitet, wie zum Beispiel mein Wassertankpinsel, dennoch lässt es sich gut damit malen und man kann schöne kleine Details erstellen.

Da ich Miniaturkünstler bin, eignen sich die Chalk Marker für mich persönlich eher weniger zum direkt malen, doch das ist kein Problem, dicke Spitzen bin ich von meinen Wachsmalkreiden ja gewohnt. Für kleine Details verwende ich einfach meinen Wassertankpinsel. Damit kann man etwas Farbe von der Spitze abnehmen und dann auf das Papier geben. Dadurch, lassen sich ebenfalls wie bei den posca brush Stiften winzige Striche einzeichnen und das je nach Wunsch mehr oder weniger deckend. Denn wie oben schon beschrieben, sind die Farben mit Wasser verdünnbar.

kakao karten druckaktion 2017 - sockenzombie - stadt - aquarell hintergrund

Dieses Motiv ist mein Beitrag für die Kunstkarten Druckaktion 2017. Ich habe den Hintergrund mit Aquarellfarbe gestaltet und in diesen dann mit schwarzen Linern Details eingezeichnet.

 
kakao karten druckaktion 2017 - sockenzombie - stadt - uni chalk marker - fluoreszierend

 
Mit den uni Chalk Markern (fluo orange und flue gelb) brachte ich das Bild anschließend zum leuchten. Ich mag den Effekt sehr, die Fenstern strahlen richtig stark! Für das fertige Bild habe ich die Ränder der einzelnen Fenster noch einmal mit einem schwarzen Liner (mit dem Copic SP Marker lässt sich sehr gut über die uni Marker drüber malen) genauer ausgearbeitet. Nachfolgend die fertige Karte, Originalgröße 7cm x 9,5cm:

 

Kunstkarte - atc - kakao karte - druckaktion 2017 - sockenzombie - stadt - chalk marker

 
Die Marker funktionieren übrigens auch auf schwarzem Papier hervorragend. Es ist völlig egal, auf was man zeichnet, da sie mit ihrer Deckkraft einfach alles einfärben. Für nachfolgendes Stück Universum verwendete ich die beiden Chalk Marker Farbtöne violett und flue pink.

Außerdem grundierte ich vorher das schwarze Papier mit dem schwarzen Chalk Marker. Auf dem Bild sieht man den Unterschied vom schwarzen Papier zum Hintergrund des farbigen Nebels sehr gut. Desswegen möchte ich diese Farbe (bei beiden Marker Arten) noch einmal besonders erwähnen. Sie macht ernsthaft schwarzes Papier noch dunkler! Meine schwarze Aquarelltubenfarbe trocknet dagegen grau, ebenso wie mein schwarzer Neocolor Stift. Eine geniale Farbe, so tief und deckend, als würde sie alles aufsaugen. Das ist wie ein schwarzes Loch in Stiftform! Man kann damit absolute Nichtse zaubern. Ich habe bisher noch nie mit so einem dunklen Schwarz gemalt und fühlte mich mit dem Marker beim Zeichnen so, als würde ich Risse in den Raum reißen.

 
sockenzombie - universum - sternennebel - chalk marker - sterne zeichnen - galaxy print

 
Punkte sprenkeln funktioniert übrigens auch super, wie ihr hier oben seht. Man schmiert einfach etwas Farbe vom Marker auf die Borsten einer Zahnbürste und schon kann man tolle Sternenhimmel zaubern. Tipp: Setzt auch einzelne, größere Sterne und vermalt schnell die Ränder nach außen zu einem Farbverlauf, bevor die Farbe trocknet. Damit bringt ihr die Sonnen zum leuchten.

(Mehr Universumsbilder von mir gibt es übrigens hier zu sehen: „Need more space“ sowie Tipps und WIPs zu weiteren Karten: „Der Geschichtensammler im All“)

 
Nachfolgend noch ein Beispielbild, das komplett mit den uni brush Markern entstanden ist. Verwendet dafür habe ich lediglich vier Farben: weiß, hellblau, blau und schwarz. Zum Vermalen und für die Farbverläufe benutzte ich zusätzlich Wasser.

 
uni brush marker hintergrund farbverlauf meer wal - sockenzombie

 
Zuerst erstellte ich einen Verlauf für den Hintergrund. Die Farbe der Pinsel Marker trocknet sehr schnell und man kann eigentlich umgehend damit beginnen, die Flächen zu übermalen. Es gibt keine Wartezeiten, was möglicherweise auch daran liegt, dass ich grundsätzlich immer wenig Wasser verwende.

 
uni brush marker wal blau meer unterwasser - sockenzombie

 
Hier skizzierte ich grob die Umrisse des walähnlichen Tieres, um dieses dann anschließend weiter auszuarbeiten.

 
unterwasser uni brush marker wal - realistische tierbilder zeichnen - sockenzombie

 
Das Malverhalten, wenn man direkt mit den Pinseln auf Papier zeichnet, ist genauso, wie ich mir das immer vorstelle, wie es sein sollte. Genau so habe ich mir das immer gewünscht und das hat mich wirklich überrascht. Es ist, als würde man digital auf einem Tablet zeichnen. Man kann einfach jeden Strich immer wieder neu übermalen, wenn man etwas ändern möchte oder sich vermalt hat. Dadurch ist es möglich, jederzeit weitere Dinge hinzuzufügen oder wieder durch Überdecken auszulöschen.

 
uni posca brush marker - wal - fische unterwasser motiv zeichnen - sockenzombie - kunstkarte kakao karte atc

 
Zusammenfassend kann ich sagen: Die Marker vereinen für mich alle positiven Dinge von Aquarell und Ölfarben, während sie alles was mir bei diesen Materialien nicht gefällt weglassen. Sie sind damit für meine Arbeitsweise perfekt. Gäbe es eine größere Farbauswahl und würden sie sich nachfüllen lassen, würde ich all mein Zeichenmaterial für diese Marker hergeben und mit nichts anderem mehr malen. Zur Lichtechtheit kann ich allerdings nichts sagen, diese habe ich nicht getestet. Was den Rest angeht, kann ich die beide Marker Arten auf jeden Fall weiter empfehlen.

 
Hier noch Links, wenn ihr mehr über die Farben erfahren wollt:
uni chalk Marker
uni posca brush Marker

Papiertest Lanavanguard – 100% Hi-Tech

 

Erster Eindruck
Lanavanguard, 100% Hi-Tech, nennt sich das Papier. Es ist extrem glatt und besteht aus Polypropylen. Eine Struktur ist auf der Oberfläche nicht zu erkennen. Trotz des Gewichts, wirkt es dünn und biegsam, aber nicht durchsichtig. Es scheint nicht gebleicht zu sein und sieht neben anderen Papieren eher etwas cremefarben statt weiß aus.

 

Aquarell (getestet mit Tubenfarben)

sockenzombie - lanavanguard hi-tech

Erst mal vorweg: Es funktioniert. Allerdings nur, wenn man das Papier vorher nicht berührt. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, stoßt der Fettfilm, der von der Haut aufs Papier gelangt, die Farbe ab. Ihr könnt also genau erkennen, wo ich es mit meinen Fingern angetatscht habe… Das ist ärgerlich, wenn man es nicht weiß, da man es vor dem Colorieren nicht erkennt, wo man vielleicht ausversehen hingefasst hat. Man könnte das natürlich auch für interessante Effekte nutzen. Es hat mir keinen Spaß gemacht, das Papier mit meinen Tubenfarben zu verwenden. Wasser zieht darauf nicht ein und schwimmt eine Weile auf dem Papier. Nein, es wellt sich nicht das kleinste Stück. Für das Kontrollieren der Farben während dem Trocknen, fehlt mir hier allerdings wohl die Geduld.

 

Auarellstifte (links, getestet mit Albrecht Dürer) und Marker (rechts, getestet mit Copic Ciao)

sockenzombie - lanavanguard hi-tech

Das Erzeugen gleichmäßiger Flächen funktioniert je nach Farbton mehr oder weniger gut. Die Farben leuchten jedoch teilweise (auch hier kommt es wieder auf den Farbton an) sehr schön auf dem Papier und das Arbeiten ist ganz okay. Es fühlt sich anders an, als auf normalem Papier, aber daran gewöhnt man sich. Ein Vermalen mit nassem Pinsel würde ich jedoch nicht empfehlen, dadurch werden die Farben eher vom Papier abgehoben bzw. entfernt statt verwischt.

Das Arbeiten mit Copics gestaltet sich auf dem Papier komplett anders als gewohnt. Die Farben werden so gut wie gar nicht eingesaugt und drücken nicht durch das Papier durch. Sie sind auf der Rückseite gar nicht erkennbar. Ein Verblenden ist schwer, mit etwas Übung aber durchaus möglich. Das tolle daran ist, dass man Copics ausbessern kann, soll heißen: Verwischen, wegwischen und wieder drüber malen. Der besondere Effekt, der mit den Markern entsteht, vor allem an den Rändern dunklerer Farben, gefällt mir wahnsinig gut. Da überlege ich mir doch glatt noch ein paar Copics zu besorgen. Vor allem, weil sie auf dem Lanavanguard auch so schön leuchten. Was übrigens auch sehr gut funktioniert, ist das Ausarbeiten von Details mit meinen Aquarellstiften auf der Markercoloration.

 

Wachsmalkreiden (getestet mit Neocolor II)

sockenzombie - lanavanguard hi-tech

Mit meinen wasservermalbaren Wachsmalkreiden ließ sich erstaunlich gut auf dem Papier zeichnen. Jedoch nur direkt und ohne Pinsel. Einzig das Vermalen mit Wasser klappt nicht sehr gut, da die Farbe damit viel zu sehr abgehoben wird. Der Fettfilm, der bei Aquarellfarben auftritt, bleibt beim Vermalen allerdings aus, da sich das Wachs in der Farbe anscheinend damit vermischt. Die Farben wirken etwas matter als mit Copics, dennoch ganz okay.

 

Liner
Ich finde auf dem Papier lässt sich gut mit Lines arbeiten. Sie verstopfen auch nicht, wie auf Steinpapier leider der Fall ist. Ich muss jedoch anmerken, dass es hier auch auf die Technik ankommt. Leute, die vor der Coloration linen, werden keinen Spaß damit haben. Denn Copics sowie auch Farbstifte verwischen die Lines und was noch schlimmer ist, sie vermischen sich mit ihnen, wodurch die Farben getrübt werden und verschmieren. Da ich, wenn überhaupt, erst nach dem Colorieren line, ist das also für mich kein Problem.

 

Miniaturzeichnen

sockenzombie - lanavanguard hi-tech

Wie ihr am oben stehenden Bild seht, kann man es auch hervorragend für Miniaturmotive verwenden. Hier habe ich mich an drei Inchies (größe jeweils 2,5cm x 2,5cm) versucht. Ich verwendete dafür Copic Ciao Marker und Albrecht Dürer Aquarellstifte. Dabei machte ich mir den Nachteil des Papiers – das sehr leichte Wegwischen der Farbe – zunutze, indem ich einen Copic Blender verwendete, um kleine Fehler einfach vom Papier zu zeichnen oder etwas auszubessern. Auch die harten Ränder vom Schatten der Eisbecher bekam ich durch das Übermalen weich und konnte sie anschließend mit dem Finger zu einem aufhellenden Verlauf verwischen.

 

Allgemeines
Allgemein finde ich das Papier super, wenn auch eher nicht für Wasser geeignet.

Was ein Vorteil ist, ist in meinen Augen leider auch der größte Nachteil des Papiers: Das nicht Einziehen der Farbe. Wenn man etwas fester andrückt, kann man das fertige Bild mit den Fingern vom Blatt wischen. Deswegen empfehle ich, die Motive geschützt und je nach Größe in Hüllen oder hinter Glas aufzubewahren. Ich testete schon ein Fixierspay, was aber leider kaum etwas geholfen hat. Die Farbe wurde zwar minimal fester, war aber mit etwas Wischen immer noch leicht abrubbelbar. Ich hoffe, noch einen Weg zu finden, die Farben fester werden zu lassen. Falls ihr hier etwas wisst, bin ich für eure Tipps bzw. einen Kommentar hier drunter sehr dankbar!

Das Schönste für mich an dem Papier: Die Leuchtkraft der Farben erscheint auf dem Lanavanguard unheimlich stark und beeindruckt mich sehr. Ich werde es also auf jeden Fall weiter nutzen. Auch weil sich, vor allem beim Zeichnen von Miniaturen, sehr präzise arbeiten lässt.

 

NACHTRAG
Hier findet ihr in den nachfolgenden Posts Tipps, wie es mit dem fixieren evtl. doch klappt: Kunstkartenforum: „Welches Papier?“ (Herzlichen Dank für die Antworten!)

Und noch ein kleines Miniatur-Beispiel auf diesem Papier:

sockenzombie - lanavanguard hi-tech

 

UND NOCH EIN NACHTRAG
Weil ich ihn gerade dazu gefunden habe, hier ein weiterer Bericht über das Papier: Papier im Test: Lanavanguard (Aus Majors Künstlerblog, eine sehr tolle Seite übrigens und mit vielen Informationen, schaut dort unbedingt mal vorbei!)

 

Weitere Papiertests:
Keramikpapier
Steinpapier

Adventskalender 2016 – Inchies, Zeichen- und Bastelsachen

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Wie jedes Jahr, möchte ich euch auch dieses mal wieder den bzw. die tollen Künstleradventskalender zeigen, die ich bekommen habe. Das ist zum einen ein Inchie Kalender, den ich mir ertauschte. Ich möchte allen Künstler noch mal für die tollen Werke danken! Außerdem erhielt ich wieder einen Kalender aus der jährlichen Aktion auf kakao-karten.de. In diesem Jahr hat mich die talentierte Maiken bewichtelt – (Schaut unbedingt mal auf ihrer Homepage vorbei, ihr Zeichenstil ist wunderschön!) – während ich für die liebe „djeth“ einen Kalender erstellen durfte.

Meine Ausführlichne Rückmeldungn erfolgten wie immer im foreninternen Aktionsthread, nachfolgend also wieder kurz und knapp meine neuen Schätze. :)

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Tag 1: Miniaturkalender mit Wuselbild, viele kleine Sternchen, Spachtelwerkzeug für Fimo

 

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Tag 2: Fimo in sonnengelb, drei selbstgemachte Stempel

 

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Tag 3: Mangostreifen, Tape mit Planeten

 

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Tag 4: Kinderrigel, Quilling-Stift

 

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Tag 5: Quilling-Kleber, Kunstdruck auf einer Postkarte

 

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Tag 6: Quilling-Papierstreifen, Tee-Seekuh, Original-Inchie (Sub Culture)

 

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Tag 7: Fimo in smaragd, ein Päckchen Nadeln zum Feststecken für Quilling Motive

 

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Tag 8: Kinderriegel, Albrecht Dürer Aquarellstift in gold

 

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Tag 9: Quilling Schablone

 

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Tag 10: Edelvollmilch Schokolade, Quillingzange

 

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Tag 11: Multiliner in der Stärke 0.1, Original-Inchie

 

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Tag 12: Stempel-Kaleidoskop mit einem Astronautenmotiv

 

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Tag 13: Leseprobe „Das Buch vom Meer“, Albrecht Dürer Aquarellstift in Kobalttürkis

 

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Tag 14: Fimo effekt in metallic saphirblau

 

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Tag 15: Kinderriegel, Quilling Werkzeug

 

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Tag 16: feines Schleifpapier, Tape mit Astronautenmotiv

 

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Tag 17: Kunstdruck auf Postkarte, Albrecht Dürer Stift in Grüngold

 

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Tag 18: Überraschungsei, Original-Inchie

 

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Tag 19: Sticker, Nachtleuchtsterne, Miniatur-Sternchen

 

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Tag 20: Fimo soft in pfefferminz, Miniatur Keramik-Kamel

 

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Tag 21: Albrecht Dürer Aquarellstift in Preußischblau, zwei Kinderriegel

 

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Tag 22: Tape mit Notenmotiv

 

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Tag 23: Steinpapierproben, runder Würfel

 

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Tag 24: Postkartenmotive von Maiken, Original-Kunstkarte „Ort zum Zeichnen“, Leseprobe „Und unter uns die Welt“, Radierung (Druck) mit einem Zug, Gutschein für ein Fanart zu meinem Buch <3   Nachfolgend meine Schätze aus dem Inchie Kalender: sockenzombie - inchie kalender 2016

Mein Dank geht an folgende Künstler für die wundervollen Werke:
djeth, CaitlynMurphy, Makrel, Ariana, Finn Valentine, Jokergirl, beareen, Ermelin, Glitzermond und KartoffelEinhorn

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest 2016! :)

Making-Off/Tutorial – Bilder mit einfachem Weltraumhintergrund

sockenzombie

Als Beispiel werde ich diesmal zwei größere Bilder verwenden.

Wie ihr seht, beginne ich das Bild mit dem Skizzieren. Erst einfache Umrisse, mit grauer Wachsmalkreide, die ich dann schwarz nachziehe. Anschließend arbeite ich die Details heraus. Da es hier im Tutorial aber mehr um den Hintergrund geht, werde ich darauf jetzt nicht genauer eingehen und gleich weiter springen zu den Farben.

Ich verwende dafür meine wasservermalbaren Wachsmalkreiden. Es sollen einfache Nebel werden, ohne große Besonderheit. Wenn ihr nicht wisst, welche Farben ihr verwenden sollt, empfehle ich euch ein harmonisches Farbschema, das heißt Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen. In diesem Fall sind das blau/lila und um noch etwas helleres miteinzubringen nehme ich rosa dazu.

sockenzombieAls erstes lege ich fest, wo sich die Nebel befinden und zeichne direkt mit den Wachsmalkreiden aufs Papier. Die Stellen für den Gasaustritt des Raumschiffantriebs bleiben dabei frei. Anschließend vermale ich alles mit einem Wassertankpinsel.

Beim Wasser sollte man aufpassen, dass man nicht zu viel verwendet, denn dann besteht die Gefahr, dass man zu viel Farbe verwischt und ungewollte helle Flecken entstehen. Außerdem könnten dann die Pinselspuren sichtbar werden. Um das zu vermeiden, gehe ich immer wieder über die Übergänge direkt mit den Stiften drüber. Je dichter der Farbauftrag, desto weicher werden später die Verläufe. Man kann sie auch gut mit dem Finger verwischen, wenn sich viel Farbe davon auf dem Papier befindet. Je wärmer der Finger dabei ist, desto leichter funktioniert das.

Um ein ansehnliches Bild zu erschaffen sind hier Farbverläufe sehr wichtig. Es sollten weiche Nebel werden, ohne scharfe Kanten. Das heißt viele Übergänge zeichnen und immer wieder nacharbeiten und verfeinern, bis es passt.

Tipp: Zeichnet nicht unbedingt reines schwarz. Wenn ihr am Ende über den schwarzen Hintergrund noch mal mit einem farbigen Stift drüber geht, in meinem Fall hier waren es lila und dunkelblau, dann wirkt alles etwas tiefer und die Übergänge werden auch sanfter.

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Es fehlen jetzt natürlich noch die Sterne. Dabei gehe ich in Schichten vor. Erst die ganz winzig kleinen. Diese spritze ich mit einer Zahnbürste. Da ich das Raumschiff erst nach dem Hintergrund coloriere, muss ich hier auch nichts abdecken. Für die Sterne selbst benutze ich übrigens weiße Aquarellfarbe. Verwendet auf der Zahnbürste nicht zu viel Wasser, sonst werden die Spritzer zu groß und man kann sie nicht mehr so gut kontrollieren. Außerdem solltet ihr nicht zu weit weg gehen vom Papier, damit sich die weißen Pünktchen nicht in die Länge ziehen.

Sobald es genug sind, fange ich mit der zweiten Schicht an. Hier setzte ich die mittelgroßen Sterne alle einzeln. Verteilt sie dabei nicht zu regelmäßig, sonst sieht es künstlich aus. Setzt immer ein paar aneinander und dann wieder ein paar einzelne. Sterne, die ihr auf die helleren Nebelflächen setzt leuchten dabei übrigens besonders schön.

Und dann kommen natürlich noch die größeren, richtig strahlenden Sterne drauf. Über die erzähl ich euch aber im zweiten Bild gleich noch mehr.

 

sockenzombieFangen wir wieder an mit der Skizze. Diesmal verwende ich einen grünen Aquarellstift. Für eure Vorzeichnungen ist es hilfreich, wasservermalbare Farben zu benutzen, dann fügen sie sich später ins Bild gut ein und sind kaum noch sichtbar. Am besten ist es natürlich, ihr zeichnet auch gleich mit einer Farbe, die zum späteren Farbschema passt. In meinem Fall habe ich mich hier für eine grün/gelb Kombination entschieden. Also wieder ein harmonisches Farbschema.

Und los gehts mit dem zweiten Bild. Es ist etwa doppelt so groß wie das andere. Ich hoffe, ihr verzeiht mir die abweichende Größe zu meinen Miniaturkunstwerken. Es wird eine seltene Ausnahme bleiben.

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Diesmal beginne ich nicht mit dem Hintergrund, sondern mit den Schiffen und arbeite sie mit meinen Wachsmalkreiden aus. Ich verwende sie hier nicht direkt auf dem Papier, sondern so, als wären es zum Beispiel Aquarellnäpfchen-Farben. Das heißt ich gehe mit dem angefeuchteten Wassertankpinsel auf den Stift, nehme etwas Farbe ab und trag sich auf dem Papier auf. Dabei gehe ich von hell nach dunkel und kann so das Motiv immer weiter ausarbeiten. Am Ende setzte ich noch kleine Menschen in die Boote.

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Schritt eins ist geschafft, jetzt kommt der Hintergrund. Dabei gehe ich vor wie oben schon beim anderen Bild beschrieben. Das sieht am Anfang immer sehr krakelig aus, aber wenn man beginnt die Farben zu vermalen und immer weitere Schichten drüber legt, wird das mit der Zeit auch anschaubar. Damit die Schiffe richtig schön im Fokus stehen, habe ich mich dazu entschlossen, dass sie von einer richtig hellen Sonne angestrahlt werden, vielleicht sogar mehreren. Ich zeichne also außen mehr dunklere Flächen ein und werde nach innen hin immer heller.

Am Wasser spiegelt sich natürlich der Himmel. Allerdings nicht so hell, deswegen wird die weiße Fläche in der Spiegelung auch ganz ausgefüllt.

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Nachdem ich über die dunklen Flächen auch noch mit einem anderen grün drüber bin, wirkt das Bild schon viel farbiger. Ihr könnt euch hier richtig austoben und so lange daran herum werken, bis ihr zufrieden seid. Damit man den Universumshintergrund auf dem Wasser auch als Spiegelung erkennt, füge ich noch die umgedrehten Silouetten von den Segelschiffen ein. Oben scharf und nach unten hin unscharf werdend. Außerdem gebe ich den Landflächen am Rand des Wassers ebenfalls noch Farbe.

Tipp: Ihr könnt mehr Tiefe erzeugen, indem ihr die Landflächen nach hinten hin immer weiter dem Hintergrund farblich anpasst. In meinem Fall werden die Berge also nach hinten hin etwas heller und grüner.

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Im letzten Schritt zeichne ich nicht nur die Sterne ein, so wie im oberen Bild schon beschrieben, sondern auch noch kleine Wellen auf dem Wasser und weiße Glanzlichter auf den Seegeln.

Vergesst im ersten der 3 Stern-Schichten nicht, dass ihr beim Spritzen die Flächen abdeckt, auf denen später keine Sterne zu sehen sein sollten. Dafür könnt ihr zum Beispiel ein Tuch verwenden, das ihr so auf die Flächen legt, dass es die relevanten Stellen verdeckt. Wenn ihr Objekte im Himmel selbst habt, ist es hilfreich, sich einfach eine Stück Papier dafür zurecht zu schneiden.

Tipp: Ich bin mir sicher, dass ich es schon bei anderen Tutorials schrieb, aber dieser Effekt bringt enorm viel. Sterne könnt ihr zum Leuchten bringen, indem ihr nicht nur scharfkantige weiße Punkte zeichnet, sondern runde Farbverläufe. Besonders bei den größeren Sternen solltet ihr diesen Effekt nutzen. Lasst die Sterne nach außen hin dunkler werden. Das ist bei so vielen Sternen natürlich viel Arbeit, aber versucht es, es lohnt sich.

Bevor jemand fragt, die beiden Bilder hier im Tutorial sind schon vergeben und werden sich bald auf die Reise in die Schweiz begeben :)

Wenn ihr weitere Tipps zu Science-Fiction und Weltraumhintergründen lesen wollt, kann ich euch übrigens meine Reihe Der Geschichtensammer im All empfehlen. Die Geschichte(n) zu den Bildern gibt es im E-Book zu lesen, die WIPs und Zeichnertipps dazu findet ihr hier direkt auf meinem Blog.

Ich fordere dich heraus! – Künstler-Challenges

 
sockenzombieWas ist eine Challenge?
Eine Künstler-Challenge ist eine Herausforderung! Es handelt sich dabei um eine Art Prüfung, der man sich stellt.

Oft gibt es für eine Challenge eine oder mehrere Aufgaben, an denen man wachsen kann. Viele bestehen aus kleineren Teilaufgaben oder Themen, zu denen man jeden Tag etwas zeichnet. Manchmal ist eine Challenge aber auch nur eine einzige, umfangreiche Aufgabe oder etwas ganz Ungewöhnliches, was ein Künstler noch nie zuvor gemacht hat.

 

sockenzombieWas bringt dir eine Challenge?
Auf den ersten Blick erscheinen manche Aufgaben ziemlich sinnlos. Aber das sind sie nicht und du solltest dich trotzdem daran versuchen denn Challenges…

… machen schlicht und einfach Spaß. Vor allem, wenn du andere daran teilhaben lässt oder andere dazu bringst, sich der Herausforderung ebenfalls zu stellen.

… geben dir die Möglichkeit, dich in neue Themen einzuarbeiten, die du von dir aus vielleicht nie entdeckt hättest. Hab Spaß am experimentieren!

… bringen dich weiter. An ihnen kannst du wachsen und deine Zeichen-Fähigkeiten verbessern und neue Techniken erlernen.

… motivieren dich, überhaupt einen Stift in die Hand zu nehmen. Mit einem Ziel ist es viel einfacher etwas zu tun, als wenn man nur vor sich hinkrizzelt.

… bringen dir ein Ergebnis. Wenn du es schaffst, eine Herausforderung abzuschließen, hast du etwas handfestes, ein großes Kunstwerk oder viele Bilder, die du für verschiedenste Zwecke einsetzten kannst.

… erregen die Aufmerksamkeit von neuen Menschen für deine Kunst.

Also leg los und lass dich herausfordern!

 

sockenzombieWie läuft so eine Challenge ab?
Das liegt ganz an der Art der Herausforderung. Manche bestehen aus mehreren Teilaufgaben, von denen du dich jede einzelne einen Tag lang vornimmst. Bei anderen arbeitest du viele Tage lang an einem detaillierten Bild.

Du kannst das alles im Geheimen tun, für dich ganz alleine oder öffentlich, vor all deinen Freunden oder Fans. Das hat natürlich den Vorteil, dass du noch mal zusätzlich motiviert wirst. Bei neuen Herausforderungen ist man oft unsicher, ob man etwas schafft.

Eine Herausforderung ist nicht leicht, das sagt ja der Name schon. Sie stellt eine Hürde dar, die du überwinden musst und die man leider nicht immer schafft. Aber du musst keine Angst haben. Wenn du eine Challenge abbrichst, wird dir niemand böse sein.

Wenn du merkst, dass du kurz vorm Aufgeben bist, kannst du andere Menschen nach Hilfe fragen und dir Tipps geben lassen. Viele tun das sehr gerne und motivieren dich damit weiter zu machen. Sie können dich dazu bringen trotzdem durchzuhalten und vielleicht schaffst du die Herausforderung ja dann doch noch.

Es gibt viele verschiedene Arten von Challenges. Nachfolgend stelle ich dir ein paar davon vor.

Listen
Wenn du im Internet nach Künstler-Challenges suchst, findest du viele Listen, die dir Themen vorgeben. Um wirklich etwas Neues zu lernen, solltest du dir Listen aussuchen mit Dingen, die du selbst noch nie gezeichnet hast. Es gibt verschiedene Arten. Manche Listen bestehen aus vielen kleinen Aufgaben, manchmal sind es auch nur einzelne Worte, zu denen du etwas zeichnen sollst. Viele Listen sind auch zu einem großen Gesamtthema zusammen gefasst, das dann dazugehörige Unterthemen enthält.

Umfangreiche Aufgaben
An dieser Art von Herausforderung sitzt man oft mehrere Tage lang. Es handelt sich dabei zum Beispiel um große Wuselbilder, die du zeichnen musst, auf denen du hunderte von verschiedenen Elementen unterbringen sollst. Es kann aber auch nur ein Gegenstand oder ein Tier sein, das du bis zu tausend Mal in einem Bild unterbringst.

Technik-Chellanges
In einer Technik-Chellange geht es darum deine Zeichen-Fähigkeiten zu erweitern. Hier musst du zum Beispiel einen Gegenstand aus verschiedensten Perspektiven oder unter verschiedensten Lichtverhältnissen zeichnen, jeden Tag ein anderes Körperteil von einem Mensch oder Tier skizzieren oder mit unterschiedlichem Zeichenmaterial immer das gleiche Bild anmalen.

Ungewöhnliche Themen
Ungewöhnliche Chellanges bringen viel Spaß. Oft muss man hier etwas ganz komisches machen. Zum Beispiel ein Bild mit deiner anderen Hand oder deinen Füßen zeichnen. Du kannst hier verschiedenste Materialien ausprobieren, die ein Künstler normalerweise nicht verwendet. Eine Herausforderung kann dir zum Beispiel zur Aufgabe machen mit Kaffe, Tee, Saft oder Blättern zu zeichnen.

Zeit-Challenges
Mithilfe von Zeit-Challenges kannst du lernen sehr schnell zu zeichnen und die Grundstrukturen von Objekten schnell zu erfassen. Manchmal hast du hier nur 30 Sekunden, um etwas zu skizzieren. Andere Herausforderungen geben dir nur eine Stunde für ein umfangreiches Bild. Es gibt aber auch Challenges, die dich dazu zwingen einen Gang runter zu schalten und langsamer zu zeichnen. Das trainiert deine Geduld. Manchmal will man einfach alles sofort und vergisst dabei, dass große Meisterwerke viel Arbeit benötigen.

 

sockenzombieWie erfinde ich eigene Künstler-Challenges?
Eine eigene Herausforderung zu erfinden macht wahnsinnig viel Spaß. Und sich ihr dann selbst zu stellen noch viel mehr, da sie an deine eigenen Bedürfnisse und Interessen anknüpft.

Lege zuerst die Art der Challenge fest. Soll es eine Liste werden, von der du täglich einen Punkt abarbeitest? Oder etwas ganz Verrücktest? Wenn du in etwa weiß, wie es aussehen soll, kann du die einzelnen Regeln festlegen.

Zeit
Überlege dir, wie lang deine Challenge dauern soll. Für den Anfang eignet sich eher etwas Kurzes, was du vielleicht sogar an einem Tag schaffen kannst. Eine kleine Aufgabe, dessen Erfüllung dich motiviert. Mit der Zeit kannst du dir dann richtig lange Aufgaben ausdenken, die über Tage, Wochen oder sogar Monate gehen. Mach dir im Zuge dessen auch Gedanken über den Umfang. Wie viel kannst du an einem Tag schaffen?

Schwierigkeit
Die Schwierigkeit spielt bei einer Challenge eine entscheidende Rolle. Damit es sich um eine Herausforderung handelt, muss es auch etwas sein, was dich herausfordert. Etwas was sich abhebt und kein Teil dessen ist, was du sowieso schon immer zeichnest. Fange am besten mit kleinen Aufgaben an und mache sie mit der Zeit immer schwieriger.

Was macht eine Aufgabe schwieriger?

– Mehr Dinge, die du in einer bestimmten Zeit schaffen musst

– Längere Dauer der Herausforderung, die dein Durchhaltevermögen auf die Probe stellen

– Themen, die dir gar nicht liegen

– ein umfangreicheres Bild mit mehr Details, mehr Gegenständen, mehr Lebewesen

– Veränderung der Bildfläche, z.B. immer größer (Mamutbilder) oder kleiner (Miniaturzeichnen) werdend

– schwieriges Material verwenden (z.B. dir unbekanntes Material, dicke Wachsmalkreiden, absichtlich stumpfe Stifte, unebener Untergrund statt Papier, …)

Thema
Manche Arten von Challenge benötigen bestimmte Themen. Am besten nimmst du eines, das dich motiviert, weil du dich damit auskennst oder etwas, was du noch nie gemacht hast, um Neues dazu zu lernen, denn das bringt dich weiter. Zur Themenfindung kannst du dir folgende Fragen stellen:

Welche Themen interessieren dich?
Welche Hobbys hast du?
Was machst du gerne?
Gibt es Gegenstände, die dich besonders faszinieren?
Mit welchen Dingen hast du dich noch nie beschäftigt?
Was fällt dir beim Zeichnen besonders schwer?

Alternativ kannst du natürlich auch einfach meinen Zeichner-Ideen-Generator verwenden: ZAG

Ausführung
Die genaue Ausführung einer Challenge bestimmt oft über den Erfolg. Frage dich, ob du dich Challenge nur für dich machst, im Geheimen oder öffentlich vor anderen Leuten. Wie dokumentierst du die Herausforderung? Lege fest, ob du Fotos machst und/oder in Textform davon berichtest.

Zielgruppe
Ist die Challenge nur für dich alleine gedacht, oder möchtest du, dass sie sich verbreitet? Wenn ja, fordere andere auf, sich deiner Herausforderung ebenfalls zu stellen. Das kann sogar zu einem Dominoeffekt führen, bei dem jeder der sich deiner Challenge stellt, weitere Künstler herausfordert, die wiederum weitere Künstler herausfordern.

Du hast keine Lust, dir eine Challenge auszudenken? Dann findest du nachfolgend einige Herausforderungen. Schnapp dir einfach eine und probiere sie aus. Wenn dir einzelne Dinge bei einer Challenge nicht gefallen, kannst du sie jederzeit für dich abändern.

 

Tiere zeichnen – Challenge

Suche für jeden Tag ein Tier aus, studiere es und fertige mehrere Skizzen von ihm an.

Dauer:
10 Tage

Beschreibung/Tipps:
Am besten fängst du mit deinem Lieblingstier an oder deinem eigenen Haustier, wenn du eines besitzt. Du musst hier nicht aus dem Kopf zeichnen, such dir ein Buch mit vielen Tierabbildungen in der Bibbliothek. Geh in einen Tierpark, mach Fotos oder zeichne direkt vor Ort.
Schau dir an, wie die Tiere aufgebaut sind, wo welcher Knochen sitzt, wie die Struktur des Fells oder der Federn aussieht und wie sie sich genau bewegen.

 

30 Sekunden- Challenge

Nimm dir eine Stoppuhr und suche dir ein Model, das alle 30 Sekunden die Pose verändert und skizziere es in dieser Zeit.

Dauer:
10 Minuten

Beschreibung/Tipps:
Hier lernst du schnell zu zeichnen und in Grundformen zu denken. Ein Abschnitt dauert 30 Sekunden, in denen sich dein Model nicht bewegen darf. Wenn die 30 Sekunden um sind, darfst du nicht an deiner Skizze weiterzeichnen, sondern fängst sofort eine neue Skizze in der neuen Pose des Models an. Macht dabei keine Pause und zieht die 10 Minuten durch. Als Model nimmst du am Besten deine Geschwister oder einen Freund. Du kannst auch mit einem anderen Zeichner arbeiten, mit dem du dich alle 10 Minuten beim Posieren abwechselst. Ihr könnt verschiedene Gegenstände bereitlegen, die das Model in die Hand nimmt oder einen Stuhl, auf dem es für einen 30-Sekunden Abschnitt bewegungslos sitzt. Achte beim Zeichnen nicht auf Details wie Kleidung und versuche stattdessen mehr die Umrisse zu erkennen und so schnell wie möglich zu zeichnen. Auch Radieren ist bei dieser Challenge nicht erlaubt, das hält dich nur unnötig auf.

 

Dein Lebens Cover – Challenge

Erstelle ein Buchcover für dein Leben.

Beschreibung/Tipps:
Stell dir vor, dein ganzes Leben wäre ein Buch. Du bist jetzt irgendwo mitten drin beim Lesen. Wie sieht das Cover aus? Dieses Bild wird wahrscheinlich sehr umfangreich. Erinnere dich, was dir schon alles passiert ist. Was waren entscheidende Momente in deinem Leben? Und was könnte in Zukunft noch alles passieren?

 

Die Tutorial – Challenge

Suche dir für jeden Tag ein Tutorial und arbeite es durch.

Dauer:
10 Tage

Beschreibung/Tipps:
Hier nimmst du dir für jeden Tag ein Thema vor, zu dem du dir ein Tutorial suchst und es durcharbeitest. Tutorials übers Zeichnen findest du in Büchern und überall im Internet. Auf Künstlerblogs, Künstlerseiten oder auch als Videos. Überlege dir, in welchen Bereichen du noch Übung brauchst. Das kann zum Beispiel ein Tutorial übers Gesichter zeichnen sein. Ein Frisur Tutorial. Oder ein Tutorial, indem es darum geht deine eigene Künstlerseite bekannter zu machen.

Beispiele:
Anatomie
Licht/Schattensetzung
Wasser/Feuer zeichnen
Künstlerseite aufbauen
Hände zeichnen
Füße zeichnen
Perspektive von Objekten
Perspektive von lebenden Wesen
Unterschiedliches Material zeichnen
Kleidung zeichnen
Colorations Tutorials
Anleitungen, wie man neue Motivideen findet
Tutorials über bestimmtes Zeichenmaterial, z.B. Maskierstifte, Ölfarben, Aquarellstifte, …

 

Die Material – Challenge

Zeichne ein Motiv mit 10 unterschiedlichen Materialien.

Beschreibung/Tipps:
Diese Herausforderung ist hilfreich, um neues Zeichenmaterial für dich zu erschließen oder dein Lieblingsmaterial zu finde. Am besten du suchst dir ein einfaches, kleines Motiv dafür. Vielleicht eine einzelnes Blümchen oder ein kleines Tier? Du musst für diese Challenge kein neues Material kaufen. Frag andere Zeichner, ob du ihr Material mal ausprobieren darfst. Manche mögen das nicht, aber viele sind gerne bereit dich mal ran zu lassen und geben dir sogar noch Tipps, wie du am besten damit umgehst.

Beispiele:
Farbstifte
Aquarellstifte
Aquarell Tubenfarben
Wachsstifte
Acryl
Marker
Bleistifte
Tusche
Ölfarbe
Kreide,
Liner,
Kugelschreiber,

 

Die Random Begriffs – Challenge

Zeichne 10 Bilder in denen du jeweils 3 beliebige Begriffe unterbringst.

Beschreibung/Tipps:
Für diese Challenge kannst du meinen Zeichner-Ideen-Generator benutzen. Wenn du keine Kategorie auswählst und auf „Gib mir Ideen!“ klickst, werden dir 3 Zufallsbegriffe angezeigt.

Die Begriffe kannst du dir aber natürlich auch selber ausdenken. Oder du fragst deine Fans, Freunde, Geschwistern, Eltern oder Nachbarn einfach nach ihren Lieblingsworten.

 

Die Verbesserungs- Challenge

Zeichne ein fertiges Bild. Nimm dir 10 Tage lang eine Stunde Zeit und verbessere es.

Dauer:
10 Tage

Beschreibung/Tipps:
Diese Challenge hilft dir detaillierter zu zeichnen. Außerdem wird dabei ein Bild entstehen, das jeden Tag ein wenig perfekter wird.
Am Anfang brauchst du erst mal ein fertiges Bild. Am nächsten Tag nimmst du dir das Bild und suchst nach Dingen, die man verbessern könnte. Irgendwas gibt es immer, auch wenn es fertig erscheint.
Zwinge dich dazu, das Bild zu übermalen und zu überarbeiten. Prüfe die Perspektive, die Farbwahl und welche besseren Kombinationen es geben könnte. Zeichne weitere Details in dein Bild mit ein, neue Gegenstände, Menschen, Tiere, Landschaftselemente. Gib den einzelnen Elementen mehr Schatten oder Lichteffekte, begradige schiefe Linien und verstärke wichtige Konturen. Mach das jeden Tag eine Stunde lang. Schieße jeden Tag ein Foto von deinem Bild und vergleiche nach 10 Tagen die Fortschritte.

 

Das Innere

Suche dir einen beliebigen Gegenstand und zeichne diesen in aufgeschnittenem Zustand.

Beschreibung/Tipps:
Diese Herausforderung kannst du beliebig oft wiederholen mit Gegenständen deiner Wahl. Zeichne die Welt, die sich im Inneren eines Gegenstandes verbirgt. Das Innere muss dabei nicht unbedingt der Realität entsprechen.

Beispiele:
– eine Zitrone: Zeichne die aufgeschnittene Zitrone. Vielleicht verbirgt sich in ihr gar kein Fruchtfleisch, sondern etwas ganz anderes, was niemand erwartet hat. Eine Miniaturwelt oder ein ganzes Universum?
– ein Haus: Stell dir vor, du schneidest auf einer Seite die Komplette Außenwand eines Hauses ab. Du kannst jetzt alle Räume zeichnen, die sich dahinter verbergen.
– ein Auto
– ein Bleistift
– eine Fernbedienung

 

Raum-Gegenstände Challenge

Suche 5 Tage lang jeden Tag einen anderen Raum aus, in dem du zeichnest und skizziere dann jeden Tag 10 beliebige Gegenstände aus diesem Raum.

Das was du zeichnest kann hier alles möglich sein. Welche Gegenstände gibt es hier? Wenn deine Wohnung keine 5 Räume besitzt, kannst du deine Freunde, Nachbarn oder Eltern bitten, dir einen Raum aus ihrer Wohnung zu „leihen“.

Beispiel: Der Raum ist für heute dein Bad. Was gibt es hier?
– Ein Klo
– Eine Badewanne
– Eine Quietscheente
– Deine Haarbürste
– Handtücher
– Zahnpaste
– Heizkörper
– Waschmaschine
– Seife

Noch mehr Challenges findest du übrigens in meinem Ebook: Wie wird meine Künstlerseite bekannter?

Wie wird meine Künstlerseite bekannter?

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In meinem E-book „Wie wird meine Künstlerseite bekannter?“ findest du viele weitere Tipps zum Thema.

 

Du möchtest mehr Besucher erreichen? Die Bilder auf deiner Website finden kaum Beachtung? Dann wird es Zeit für ein paar Änderungen!

 

Sei produktiver – Regelmäßigkeit

Irgendwann haben deine Besucher alles gelesen und gesehen und es gibt keinen Grund mehr für sie auf deiner Seite zu bleiben. Sie brauchen einen Anreiz, eine Veränderung, um wieder zu kommen. Pflege deine Seite also regelmäßig. Lasse sie wachsen und größer werden. Biete ihnen neuen Inhalt an.

Sei produktiv und lasse die Zeit nicht verstreichen, ohne dass du etwas für deine Seite machst. Denn je mehr du machst, desto größer wird die Chance, von anderen gesehen zu werden. Jedes Kunstwerk gibt dir die Möglichkeit bekannt zu werden. Das heißt je mehr Werke du produzierst, desto mehr Chancen hast du.

Natürlich gibt es immer Tage, an denen du viel schaffst und andere, an denen du wenig schaffst. Wenn du viel geschafft hast, zeige deinen Besuchern nicht alles auf einmal. Heb dir die Bilder deiner Werke stattdessen auf, für die Tage, an denen du nur wenig oder gar nichts schaffst. So kannst du den Besuchern deiner Künstlerseite regelmäßig etwas bieten.

Durch diese Regelmäßigkeit baust du eine Art Beziehung zu deinen Lesern auf. Sie können sich darauf einstellen und irgendwann warten sie ganz gespannt auf die Tage, an denen du wieder etwas schreiben wirst.

 

Leidenschaft siegt
 

socke
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Mehr Produktivität bedeutet nicht weniger Qualität. Stecke deine Leidenschaft in alles hinein, was du machst. Deine Besucher erkennen, ob du ein Bild einfach so erschaffen hast oder ob etwas dahinter steckt. Etwas Bedeutungsvolles, etwas, was dich bewegt und was auch deine Besucher emotional berühren kann. Diese werden dann viel lieber auf deine Seite kommen, weil sie das Besondere darin spüren.

Beschäftige dich mit dem Thema deines Motivs und versuche mehr darüber zu lernen. Und wenn dich ein Thema nicht interessiert, dann verschwende damit auch keine Zeit. Such dir lieber etwas, wozu du einen persönlichen Kontakt aufbauen kannst.

Es ist viel einfacher, atemberaubende Dinge zu erschaffen, wenn es dabei um Themen geht, die man gerne mag oder die einen selbst bewegen. Arbeite also an Botschaften die dir etwas bedeuten und mit Themen, die du liebst. Diese Liebe wird sich in deinen Werken widerspiegeln und letztendlich auch beim Betrachter deiner Bilder ankommen.

 

Skandale und Tabus

Skandal bezeichnet ein Aufsehen erregendes Ärgernis und die damit zusammenhängenden Ereignisse oder Verhaltensweisen.

Wikipedia

Ein Skandal erfordert Mut und die Bereitschaft mit den Konsequenzen zu leben. Dafür bringt er dir Aufmerksamkeit und viele Besucher für deine Seite.

Einen Skandal zu erschaffen oder ein Tabu zu brechen ist gar nicht so leicht. Zuerst brauchst du die Idee dafür. Überlege dir, wie die meisten Menschen über ein bestimmtes Thema denken und stell dich dagegen. Oder erschaffe etwas, Womit niemand rechnet, etwas unerwartetes, etwas unerhörtes. Frage dich, was könnte man machen, das auffällt und zu deiner Kunst passt.

So ein Ereignis bleibt den Menschen lange im Gedächtnis. Skandale sprechen sich in Windeseile herum und können dich in nur wenigen Minuten bekannt machen oder deine Bekanntheit schnell steigern.

Ich möchte hier nicht zu illegalen Aktionen aufrufen, es ist schlicht und einfach eine Möglichkeit, die ich nicht unerwähnt lassen wollte. Wenn du sie in betracht ziehst, sei dir immer darüber im Klaren, dass du selbst mit den Konsequenzen leben musst.

 

sockenzombie - künstlerseite bekannt machen
Weitere Strategien, um deine Künstlerseite bekannter zu machen, findest du in meinem E-book „Wie wird meine Künstlerseite bekannter?“

 

Einen Stempel selber schnitzen – Tipps

Ein kurzer Bericht, wie ich zu meinem Stempel kam, mit ein paar Tipps für euch, falls ihr auch so einen wollt.

sockenzombie-stempel

Warum ein eigener Stempel?
Vorgefertigte oder fremde Stempel sind nicht von mir. Ich möchte, dass alles auf meinen Bildern von mir kommt. Außerdem hatte ich keine Lust, immer wieder meinen Namen und meine Blog-Adresse zu schreiben. Ein Stempel erspart mir die Zeit, zudem lassen sich mit ihm coole Effekte erzielen.

Warum klappte es beim ersten Mal nicht?
Für den ersten Versuch, habe ich mir ein Youtube Video angeschaut. Dort hat jemand einen Stempel gemacht, indem er Moosgummi (alternativ ein dickes Stück Karton) ausschnitt und auf ein Stück Holz klebte. Ich versuchte es, bin aber daran gescheitert, so kleine Buchstaben aus Moosgummi auszuschneiden.

Wie hat es dann letztendlich funktioniert?
Sucht nach Druckplatten. „playgo“, die mir dieses Jahr den Künstler-Adventskalender gemacht hat, gab mir diesen Tipp. Ich hab für meinen Versuch den FACTIS® Printblock verwendet und als Schnitzwerkzeug ein Holzschnitzset. Es ging ziemlich leicht raus und man braucht kaum Druck dafür aufzuwenden. Da ich mir dachte, es ist einfacher ein Negativ zu erzeugen, hab ich die Buchstaben rausgeschnitzt statt das Drumherum wegzunehmen. Damit lassen sich jetzt coole Farbeffekte und Verläufe erzeugen, wenn man stempelt. Fürs stempeln pinsle ich das Gummiding einfach mit Aquarellfarbe ein.

sockenzombie stempel

Was sollte man dabei beachten?
Das ganze krümelt sehr und hinterlässt eine ziemliche Sauerei. Legt euch eine Unterlage drunter und haltet den Staubsauger bereit. Die Oberfläche der Druckplatte ist sehr empfindlich und man muss gut aufpassen, dass man nicht zu viel oder etwas aus versehen wegschneidet. Damit ihr sie nicht beschädigt, ist zum wegwischen der Krümel, ein weicher Pinsel sehr hilfreich.

Welche andere Möglichkeiten gibt es?
Radiergummis! Wenn ihr nicht an diese Gummiplatten rankommt, könnt ihr auch stink normale Radiergummis verwenden. Ansonsten, für nicht so detaillierte Stempel, kann ich euch die oben beschriebene Methode mit Moosgummi empfehlen.