Fehlende Führung

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Hier gelangst du zur Übersicht: Tu was!

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Menschen brauchen Führung, sei es durch andere Menschen oder durch Schriften, Anleitungen oder Videos, Lehrer der verschiedensten Art, die ihnen neue Inhalte vermitteln, wie dieses Artikel.

Natürlich muss hier unterschieden werden zwischen Menschen, die alleine zu Recht kommen und Menschen, die nicht unterscheiden können, ob etwas richtig oder falsch ist. Dies ist nichts Negatives. Neues lernt man entweder durch eine Führung oder durch ausprobieren.

In Zeiten der Not klammern sich immer alle an irgendetwas, etwas, was ihnen Hoffnung gibt. Bei vielen Christen ist es die Bibel. Gott. Es kann aber auch eine Blume sein. Ein anderer Mensch. Ein Tier. Ein Stein. Alles mögliche. Aber sie brauchen etwas, Hoffnung, weil sie es alleine nicht mehr schaffen.

Das Problem ist, dass es auch jene gibt, die dann, in besseren Zeiten wieder sagen:
„Wenn es keinen Gott gibt, dann muss man sich doch auch nicht an die 10 Gebote halten.“
Diese Aussage ist nicht erfunden, sie wurde tatsächlich von vielen Zweifelnden gemacht.
Der Punkt ist aber der, dass es nicht um Gott geht, es hängt nicht alles an ihm. Doch jemand, der wie im oberen Satz gesagt denkt – und das tun viele, glauben, dass Regeln, Gebote, Gesetze und sogar die eigenen Taten ohne einen Führer sinnlos sind und nicht gelten.
Genau das ist nicht wahr:

 

Ein Führer ist nicht dazu da, dem Menschen einen Sinn zu geben, er ist eine Illusion, die Hoffnung gibt, wenn man es alleine nicht mehr schafft.

Er ist nur jemand, der an den eigenen Sinn erinnert, nicht jemand, der ihn gibt.

Jemand, der etwas lehren kann, aber nicht allwissend ist.

 

 
Führer sind sehr nützlich und man kann, wenn sie auch einen Lehrer darstellen, vieles von ihnen lernen. Aber wichtig dabei ist, dass man sich nicht vollkommen auf sie verlässt. Dass man, obwohl einem ein Weg gezeigt wird, diesen Weg nicht blind geht, sondern erst selbst darüber nachdenkt. Ein Führer mag zwar den Anschein haben genau dafür gedacht zu sein, aber er soll und darf keine Gedanken vorschreiben.

Die meisten Menschen sind noch nicht erwacht und möchten eine Führung, jemand, der ihnen etwas vorschreibt, weil sie selbst nicht mehr denken können oder wollen.
Ja, da wären wir wieder bei der Bequemlichkeit. Sie brauchen jemanden, der ihnen den Weg weißt. Ein Führer ist jemand, der einen dazu anregen soll, Dinge zu tun und Neues auszuprobieren.
Und nichts tun heißt für viele, dass sie einen solchen Führer verloren haben oder einfach nie besaßen.

Wenn du also kein Mensch bist, der alleine seinen Weg findet und trotzdem etwas bewirken möchtest, dann suche dir etwas, woran du dich halten kannst.

Niemand wird dir böse sein, wenn du etwas nicht alleine schaffst und dir deswegen Hilfe suchst.

Wenn du allerdings erwachen möchtest, selber denken möchtest, ohne jegliche Vorgabe, dich als Individuum weiter entwickeln möchtest, dann solltest du auch anfangen, selbst zu denken und die Augen auf zu machen. Triff selbst deine Entscheidungen und glaube nicht alles, was dir gesagt wird.

Aufgabe:
Suche dir die traurigste/niedergeschlagenste Person in deiner Umgebung und
muntere sie auf.

Aufgabe:
Denke dir etwas aus, was du schon immer einmal können wolltest, etwas wovon du denkst, du kannst es nicht.
Dann suche dir eine Person (im Internet oder im realen Leben), die das beherrscht und bitte sie, es dir beizubringen. Wenn du keine Person finden kannst, aber nur dann, gehe in die Bücherei, leihe dir ein Buch darüber aus und lese es.
Jetzt, sofort!

Aufgabe:
Such dir einen Wettbewerb deiner Wahl (Zeichenwettbewerb, Sportwettbewerb, was auch immer) aus der Zeitung oder dem Internet heraus und mache da mit, egal ob du das, was im Wettbewerb verlangt wird, beherrscht oder nicht. Ziel ist es nicht den Wettbewerb zu gewinnen, sondern einfach nur daran teilzunehmen.

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