Ablenkung und Nicht-Gegenwärtigkeit

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Hier gelangst du zur Übersicht: Tu was!

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Viele Menschen wissen gar nicht mehr, dass wir in der Gegenwart leben. Sie denken nur an die Zukunft: Wie wird etwas sein? Was werde ich machen?
Nur während sie daran denken, ist diese Zukunft schon wieder Vergangenheit. Doch das Hier und Jetzt, ist was zählt. Das, was wir jetzt tun, hat Einfluss auf die Zukunft, nicht das, was wir vielleicht irgendwann einmal tun. Jetzt gilt es zu Handeln.
Jetzt ist das Leben.
Die Vergangenheit ist nicht mehr beeinflussbar.
Die Zukunft ist ungewiss.
Aber das JETZT ist hier. Nur die Gegenwart ist für uns offen und breit an Möglichkeiten, denn wir sind in ihr.

Du möchtest etwas getan haben? Dann tu genau das, nichts anderes und lasse dich nicht durch andere Dinge ablenken. Für ein erfülltes Leben ist es notwendig, immer genau das zu tun, was einem am wichtigsten erscheint.
Alles andere kommt danach.

Ein normaler Mensch (und normal ist immer, was die Masse für normal empfindet, denn in der Realität ist dies nicht normal, sondern eine kranke Gesellschaft) lebt nicht mehr im Hier und Jetzt. Tagträumend und immer an etwas anderes denkend, als das, was gerade vor einem passiert, so leben die Menschen heute.
Aber der wache Mensch ist immer dort, wo er wirklich gerade ist. Er lebt die
Wirklichkeit, nicht die Vergangenheit oder die Zukunft. Er befindet sich bewusst in der Gegenwart. Er macht die Dinge nicht, weil andere das so wollen, weil es
Tradition ist oder weil es einfach Routine ist, sondern weil er selbst es so bestimmt hat für sein Leben.

Wie heißt es so schön:
Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deine Träume.

Es ist Dein leben, also lebe es anstatt gelebt zu werden. Sei wach und aufmerksam. Wie kannst Du zusehen, wie Deine Regierung die Erde zerstört? Wie kannst Du zulassen, dass neben Dir Leben getötet wird, gemordet. Du glaubst das nicht? Dann mach die Augen auf!

Die heutige Gesellschaft lässt sich viel zu leicht ablenken und alles gut reden. Wie Marionetten an seidenen Fäden werden sie geführt, anstatt selber zu laufen.

 

Aufgabe:
Durchschneide diese Fäden und denke selbst, anstatt stur das zu tun, was andere verlangen. Lebe in der Gegenwart und lenke deine Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment.

Aufgabe:
Setze dich an einer belebten Straße oder am besten in einem Park auf eine Bank. Wie lange kannst du dort sitzen bleiben, ohne zu träumen? Ohne dass Deine Gedanken abschweifen? Nehme dich selber bewusst wahr, du bist hier, in diesem Moment, auf dieser Bank. Nicht wo anders. Beobachte deine Umgebung und nimm sie so wahr, wie sie ist, nicht wie du sie dir vorstellst.

Aufgabe:
Beobachte, wie sich andere Menschen verhalten. Suche dir jemanden aus, zum Beispiel im Bus, in der Bahn oder in einem Cafe und stelle dir folgenden Fragen:
Was glaubst du denkt er?
Was sind seine Ziele?
Was macht er jetzt gerade, in diesem Augenblick?
Wie macht er es?
Warum macht er es?
Ist er bei der Sache, konzentriert oder abgelenkt?
Was machst du selbst gerade?

Aufgabe:
Gehe ab sofort mit offenen Augen durch dein Leben. Betrachte die Dinge um dich herum, als würdest du sie zum ersten Mal sehen. Versuche diese Dinge nicht mit deinen Vorstellungen aus deiner Vergangenheit zu füllen, nicht mit Erinnerungen, sondern sieh sie so, wie sie jetzt im Moment sind, in der Gegenwart. Als würdest du sie noch nicht kennen. Du wirst bemerken, wie alles gleich mehr an Farbe gewinnt.

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