Kurzgeschichte: Unendlich viele Möglichkeiten (Der Geschichtensammler im All – Kapitel 4)

Diese Kurzgeschichte ist Teil einer längeren Geschichte:


 

sockenzombie
Motiv zum Kapitel – Zum Tutorial: Unendlich viele Möglichkeiten

 

Ich erzähle dir jetzt von drei Männern, die ich persönlich nie traf. Aber ihr Bericht drang durch die Zeit zu mir durch! Das war vor über fünfhundert Jahren. Eine wirklich merkwürdige Botschaft.

 

Als das Unglück passierte, befand sich Nic, der Kapitän mit den beiden Spezialisten Sunny und Greg an Bord einer unbekannten Maschine. Die NASA hatte das Ding erst vor kurzem, nahe dem Erdmond, entdeckt. Aus dem Nichts tauchte sie plötzlich auf und alles in ihr sah fremd aus, als würde sie aus einer anderen Zeit stammen. Die drei Männer erhielten daraufhin die Aufgabe, sie zu erforschen.

Mit offenen Augen starrte Greg, der Techniker, auf einige Anzeigen. Seine weißblonden Haare standen zerzaust in alle Richtungen ab und sein Gesicht erschien noch blasser als sonst.

„Was ist passiert?“, fragte Nic. Schnell packte er Greg an den Schultern, um ihn durchzuschütteln. „Sunny, hilf mir, er bewegt sich nicht!“

Sunny, der als Mediziner an der Mission teilnahm, schwebte herbei. „Greg? Hörst du mich?“, vorsichtig besah er sich den Techniker. Ohne ihn war ihre Aufgabe hier sinnlos. „Ich kann nichts feststellen. Seine Augen sind offen. Er atmet noch“, sagte er zum Kapitän gewandt.

„Das sehe ich auch!“, antwortete Nic wütend. Er war für die beiden Männer verantwortlich. „Hat er einen Stromschlag bekommen?“

„Ich denke nicht. Aber wir sollten die Mission abbrechen.“

„Einverstanden. Ich funke die Station an.“ Nic wollte sich gerade umdrehen, als Greg plötzlich langsam den Finger hob und auf einen der Bildschirme vor sich zeigte. Seine Stimme klang nur schwach: „Das… geht… nicht.“

Nic und Sunny folgten seinem Finger.

Entsetzt riss der Kapitän seine Augen auf. „Mein Gott…“

„Was?“, fragte der Mediziner ungeduldig. Er wurde aus den Daten am Bildschirm nicht schlau.

„Die Erde…“, sagte Nic langsam, „…sie ist… weg.“

Es dauerte einige Zeit, bis die drei das Geschehene realisierten. Sie waren die letzten überlebenden Menschen. Ein Gammastrahlenblitz hatte die Erde zerstört, mit ihr alles Leben im kompletten Sonnensystem.

Wie sich herausstellte, war die Maschine nicht irdischen Ursprungs. Sie schützte die drei Männer vor den vernichtenden Strahlen. Greg gelang es, einige der Schaltungen zu verstehen. Ein paar Tage später hatten sie den Zweck der Maschine erkannt: Zeitreisen!

Irgendjemand musste vorausgesehen haben, was passieren würde. Das konnte kein Zufall sein. Die Zeitmaschine gab ihnen die Macht etwas zu ändern, das Leben auf der Erde vielleicht doch noch zu retten. Auch wenn sie noch keine Ahnung hatten, wie.

Sie würden zurück in die Vergangenheit und die Menschheit warnen.

Einige Tage später war es so weit. Sie hatten die Maschine bis vor die Sonne manövriert und der erste Versuch stand kurz bevor.

„Greg, schneller! Es geht los!“, schrie Nic.
Der Techniker gab die letzten Codes ein. Die Sonneneruption hatte schon begonnen.
Nic schob den Schalter zurück und im Bruchteil einer Sekunde veränderte sich ihre Umgebung.

Schmerzen durchfuhren ihre Körper, die jedoch sofort wieder nachließen.

„Wo sind wir?“, fragte Sunny, noch immer etwas verwirrt von dem Sprung.

„Du meinst wann.“ Nic versuchte sich zu orientieren und stellte die Energieleitung zum Ortungsgeräte neu ein.

„Die Sonne sieht falsch aus“, meinte der Mediziner erneut. Er ließ nicht locker und schaute beunruhigt aus dem Fenster.

Nic antwortete nicht. Natürlich hatte er es bemerkt. Aber dies war definitiv unser Stern! Sie warteten auf Gregs Meldung. Es dauerte nicht lange.
„Ich hab sie erfasst! Sie ist da!“, schrie er, hinter ein paar Kabeln auftauchend.

„Bekommst du Bilddaten?“, fragte Nic unruhig.

„Ja, ich zoome ran.“

Und da war sie. Die Erde, knapp 8 Lichtminuten von ihnen entfernt. Ein vertrockneter, brauner Ball schwebte auf dem großen Bildschirm. Neben ihm zwei kleinere Brocken, bei denen es sich einst um den Mond gehandelt hatte.

 

Bist du neugierig, was mit den drei Männern geschehen ist? Ach, dich interessiert wohl eher, wann dieser Gammastrahlenblitz deinen Planeten zerstören wird. Tja, Pech gehabt! Ich kann es dir nicht sagen, bei der Botschaft fand sich keine Zeitangabe. Finde es doch selbst heraus! Was würdest du mit so einer Zeitmaschine machen? Also wenn du sie steuern könntest. Die drei Männer scheinen sie ja nicht im Griff zu haben. Ich hoffe aber, dass ich sie irgendwann treffe, die haben bestimmt unendlich viele Geschichten zu erzählen!

 


 

Diese Kurzgeschichte ist Teil einer längeren Geschichte:


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