Kapitel 24: Verborgen in der Tiefe (Bis in die tiefsten Ozeane)

„Gibbli? Nox?“, flüsterte jemand. „Ich bin hier!“
Gibblis Blick folgte der Stimme und sie sah Bo in einem der zwölf Zellensegmente. Ihre dünnen Arme umklammerten das Ocea-Buch. Die Soldaten hatten es nicht geschafft, es ihr wegzunehmen.
„Sind die anderen auch hier?“, fragte Gibbli und rannte auf sie zu.
„Nein. Alle Zellen hier sind leer. Man brachte Abyss weiter hinab, ich weiß nicht wohin. Vielleicht ist Sky auch dort.“ Bo deutete auf eine Treppe, die hinter dem Fahrstuhl begann. „Ist Cora bei euch?“
„Cora? Nein, blieb sie nicht auf der Mara?“ Gibbli steckte die Karte in das Schloss, während Nox weitere Gegenstände zum Aufzug schleppte, um diesen zu versperren.
„Als wir aufwachten, war sie verschwunden. Ich dachte, sie ging mit dir und Sky mit auf den MARM!“, sagte Bo, als die Gittertür aufsprang. „Ich hab noch mein Buch geholt und Abyss seine Geige. Er wollte sie unbedingt mitnehmen. Und dann sind schon die Soldaten aufgetaucht. Ich hab es nicht losgelassen, siehst du?“ Bo strahlte sie an und hob das Buch hoch.
„Was ist mit deiner Wunde?“, fragte Gibbli, die bemerkte, dass das Gerät an Bo's Brust zu leuchten begann. Augen­blicklich verringerten sich die schmerzlichen Nachwirkungen von den Schlägen ihres Vaters.
„Ist schon fast weg. Abyss hat extra nahe auf das Mara­hang gezielt, damit sie schnell verheilt. Gibbli, ich muss dir et­was sagen.“
„Musst du nicht! Beeilt euch!“, rief Nox ihnen zu.
„Es ist wichtig!“, widersprach Bo.
Gibbli blickte sie erwartungsvoll an, während Nox auf seine Halbschwester zutrat.
„Nox, sie hat ein Recht darauf! Du darfst nicht in die Stadt, Gibbli“, sagte Bo wieder.
Der Tiefseemensch schüttelte wütend den Kopf und Gibbli war sich sicher, dass er mit ihr in Gedanken sprach.
„Nein, ich hab es geträumt, sie muss es erfahren!“
Nox packte Bo schroff an den Schultern und sah sie mit einem Blick an, der Gibbli die Haare aufstellte. Doch Bo schien unbeeindruckt davon.
„Aber der Traum im Krankenhaus stimmte auch. Ich träumte, dass wir ins Wasser gehen und ich bin nicht gestor­ben, es ist alles eingetroffen!“
Wieder schüttelte Nox den Kopf.
Und jetzt tat Bo es ihm gleich. „Nein! Es ist mir egal, ob die Landmenschen von unserer Gabe erfahren!“
„Hört auf damit!“, rief Gibbli gereizt. Sie wollte weiter. Sie mussten die anderen retten. Sie vertrödelten hier viel zu viel Zeit!
„Sie wird sterben!“, schrie Bo jetzt ihren Bruder an, dann wandte sie sich an Gibbli. „Ich wollte es dir schon früher sa­gen, nur ich traute mich nicht, wegen Sam. Wir müssen sie doch retten, er wird sie töten, wenn du nicht auftauchst, aber du wirst dort-“
„SEI STILL!“, schrie jetzt Nox laut dazwischen. „Du nicht seinkannst dir sicher. Niemand von uns kann. Es ist eine Wahrscheinlichkeit. Der Moment bestimmt die Abzweigung. Der Abstand zuweitist dort hin, um es zuwissen sicher. Wir nicht beeinflussenlassen dürfen uns davon!“
„Sag es ihr Nox! Es wäre sonst nicht fair.“
„Pah, fair. Du zulang warst bei diesem Sky.“ Er seufzte. „Tiefseemenschen sind zu blicken in der Lage durch den... Trichter.“
„Trichter?“, fragte Gibbli.
„Es ist nur ein Vergleich, du musst denken mit einer Ebene mehr. Bo, sie nicht versteht es, sie ist ein Landmensch, wei­terlasst uns endlich!“ Er ballte die Fäuste und trat wütend ein paar Schritte von ihnen weg.
„Er meint Zeit, Gibbli. Wir können das nicht immer, nur manchmal passiert es im Schlaf.“
„Also hast du in einem Traum vorhergesehen, wie ich ster­be, in Ocea?“
„Ja!“, antwortete Bo.
Gibbli blickte zu Nox, der sie jetzt beinahe flehend ansah. Sie erinnerte sich an die Raumzeit-Theorien aus einem der zahlreichen Physikkurse an der Akademie. Ein Knacken ließ sie herum fahren. Der Aufzug ruckelte und klemmte den Tisch ein. Er hielt dem Druck stand, aber es war nur eine Fra­ge der Zeit, bis er bersten würde. Zeit, dachte Gibbli grimmig. Nox hatte Recht. Es war nur eine Wahrscheinlichkeit. Bo's Traum musste nicht zutreffen. Sie konnten jetzt nicht einfach umkehren. Die Soldaten waren hinter ihnen her.
„Weiter“, sagte Gibbli entschlossen.
Bo zögerte, dann zwang sie ihren Mund zu einem schauri­gen Lachen. Mit dieser Fratze sah sie beinahe so erschreckend aus wie Nox, obwohl ihr Aussehen sonst eher dem eines Landmenschen ähnelte. Und mit einem Schlag wurde Gibbli etwas klar. Warum war ihr das vorher nie aufgefallen? Nun, sie war nicht gerade gut in solchen Dingen. Durch die Erfah­rungen in Bo's Körper, hätte sie eigentlich längst bemerken müssen, dass die blauhäutige Frau nur schauspielerte. Siehst du die Maske lachen?, dachte Gibbli traurig. Bo's kindisches Verhalten, ihre angestrengte Neugierde, ihr gespielt fröhliches Gesicht. All das tat sie nur ihrer Halbschwester zuliebe, weil diese wollte, dass sie glücklich war. Weil diese ihr Leben für sie eingesetzt hatte, um ihr all das hier zu ermöglichen.
Nox nickte. „Also weiter, für Sam.“
Und um Steven zu töten, fügte Gibbli in Gedanken hinzu.
Die drei rannten zur Treppe und hasteten nach unten. Der Abgang war so eng, dass sie hintereinander gehen mussten. Am Ende der Stufen versperrte ihnen eine schwere Stahltür den Weg. Gibbli blickte an Nox vorbei und suchte die Oberflä­che ab. Es gab weder eine Konsole noch einen Anschluss für Chipkarten oder ein EAG. Einzig eine Art Hebel befand sich am Rand, welcher sich aber nicht heraus ziehen ließ. Darunter gab es ein kleines Loch. Als auch Gibbli ratlos mit den Schul­tern zuckte, warf Nox sich mit aller Kraft gegen die Tür. Nach mehreren Versuchen musste er jedoch aufgeben.
Über ihnen krachte es.
„Das war der Tisch“, knurrte Nox und versuchte es noch ein letztes Mal.
„Ich glaube, der Aufzug fährt jetzt zurück“, flüsterte Bo, die noch ein paar Stufen höher stand. „Warum geht ihr nicht wei­ter?“
„Es gibt keinen Durchgang“, sagte Gibbli. „Wir müssen zu­rück!“
„Das kann doch nicht euer Ernst sein!“ Bo zwängte sich mit verständnislosem Blick an ihnen vorbei, drückte den Griff nach unten und die Tür schwang einen Spalt breit auf.
„Man muss den Hebel nach unten drücken?“, fragte Nox überrascht.
„Verrückt“, flüsterte Gibbli kopfschüttelnd. Wer dachte sich denn so einen Unsinn aus? „Und das Loch unter dem Hebel? Steckt man da ein Kabel rein?“
Bo verdrehte die Augen. „Das ist ein ganz normales Schlüsselloch. Was? So etwas kennt ihr nicht? Überall dieses Technikzeug und ihr kriegt keine einfache Tür auf? Das glau­be ich ja nicht! Wenn sie zugesperrt ist, steckt man einfach einen Schlüssel rein, dreht ihn um und es ist offen. Kann doch nicht sein, dass ihr nie davon gehört habt? An Land gibt es nur solche Türen.“
„Die benutzen rein mechanische Türen über dem Wasser?“, fragte Gibbli ungläubig.
„Ja, es gibt welche aus Holz und aus Plastik und aus-“
„Kommt schon, weiter“, unterbrach Nox sie.
Zusammen schoben sie die schwere Tür auf. Gibbli konnte gerade noch ein sägendes Geräusch wahrnehmen, das aber sofort verstummte. Hinter der seltsamen Tür befand sich ein schwach beleuchteter Raum mit nur zwei Zellen an einer Sei­te. Auf der anderen Seite stand ein Tisch und hinter diesem stapelten sich Fässer bis hin zur Außenwand.
Bo nickte Nox zu. Offensichtlich hatte er sie lautlos irgendetwas gefragt. Dann begannen die beiden einige Fässer vor die Tür zu schleppen, um mehr Zeit zu gewinnen.
Währenddessen trat Gibbli langsam an eine der beiden Zel­len heran. Diese lagen halb im Schatten und es war nicht zu erkennen, ob sich jemand darin befand. Sofort stellte sie fest, dass die alte Chipkarte hier nichts bringen würde. An den Git­tern waren Riegel angebracht, mit einem ähnlichen Loch, wie auf der altmodischen Tür, durch die sie eben herein gekom­men waren.
Bevor Gibbli die Zelle mit dem Licht ihres EAGs absuchen konnte, tauchte ein großes Gesicht aus den Schatten auf. Sie erschrak, als sie ihn erkannte. Seine Haut war leichenblass und Blut rann ihm über eine Wange. Ein Teil der blonden Haare, die sich aus seinem Zopf gelöst hatten, war rot durch­tränkt. Jack hatte nicht gelogen, was seine Verhörmethoden betraf.
„Abyss“, flüsterte Gibbli und umklammerte die Gitterstäbe.
Er lebte! Sie fühlte sich plötzlich so leicht und gleichzeitig brach all die Wut über sie herein. Sie wollte wieder vor ihm zurückweichen, aber er packte ihre Handgelenke, sodass sie nicht mehr loslassen konnte. Sie spürte den kalten Griff eines seiner Messer an ihrer Haut, das er in der Hand hielt. In einer der Gitterstangen befand sich eine kleine Kerbe. Offenbar hat­te Abyss versucht, diese durchzusägen. Gibbli fragte sich, wie er es immer wieder schaffte, diese Dinger überall mit hinein zu schmuggeln. Er grinste sie an und es fiel ihr schwer, ihre Trä­nen zurückzuhalten.
„Warum?“, fragte sie, als würden die beiden ein Gespräch fortsetzen und schüttelte leicht den Kopf.
Sein Grinsen erstarb. „Wer war das?“
„Mein Vater. Sag mir warum!“
„Tja, dann ist ja jetzt klar, von welcher Seite aus du das oceanische Blut hast.“
„Warum, Abyss?“
„Es musste echt wirken, okay?“
„Also... also traust du mir nicht zu, eine Geisel zu spielen?“
„Nein. Nein das tu ich nicht!“, rief er laut. „Du bist kein gu­ter Schauspieler, Gibbli. Du bist gut im Dinge verschweigen, aber auf deinem Gesicht kann man Gefühle lesen, als hätte sie dir jemand auf die Stirn geschrieben. Und ja, ich hätt's dir vor ein paar Tagen vielleicht noch zugetraut. Aber so bist du nicht mehr. Du bist jetzt mutiger.“
Daraufhin wusste Gibbli nicht, was sie sagen sollte. Stimmt, sie hatte sich verändert. Und Abyss war verdammt gut im Einschätzen von Menschen, auch wenn ihn das meis­tens nicht interessierte. Aber was hatte das damit zu tun, dass er ihr etwas vorgespielt hatte?
„Du hättest die Angst vor uns nicht spielen können, weil du keine mehr hast“, fuhr er fort. „Die hätten das sofort gemerkt.“
„Ach und da hast du einfach entschieden, dass ich das nicht kann?“, fragte sie bissig. Sie wusste, dass er Recht hatte, doch am liebsten hätte sie ihn geschlagen dafür, dass er so mit ihr umgegangen war.
Abyss ließ ihre Handgelenke los und blickte suchend an ihr vorbei. „Wo habt ihr eigentlich die Tauchanzüge?“
„Welche Tauchanzüge?“, fragte Bo von hinten.
Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. „Gibbli, hast du meine zweite Nachricht nicht erhalten?“
Sie blickte auf ihr EAG und suchte in den Dateien nach einer weiteren Nachricht. Tatsächlich, da war noch eine. Sie startete die Aufnahme und Abyss' Gesicht tauchte auf dem Bildschirm auf. „Ach ja und vergiss die Taucheranzüge nicht, es geht tief runter.“
„Oh“, sagte Gibbli. Plötzlich kochte etwas in ihr hoch. Warum verdammt hatte er diese dummen Anzüge nicht selbst besorgt? Wie hätte sie denn die bitte beschaffen, geschweige denn, sie im Feuergefecht hier mit nach unten bringen sollen? Wer hatte denn die dämliche Idee gehabt, den Tod der halben Crew vorzuspielen?
„Ja, oh. Wie sollen wir jetzt diesen Gang hinab tauchen?“, fuhr er sie an.
Ein klatschendes Geräusch hallte durch die Zellen, gefolgt von einer unheimlichen Stille. Gibbli hatte ihn, zwischen den Gitterstäben hindurch, mitten auf die Wange getroffen, unge­achtet des Blutes, das noch immer an ihm herab tropfte.
„Zum ersten Mal in meinem Leben gab es jemanden, dem ich vertraute. Ich habe dir vertraut, Abyss!“ Wütend starrte sie ihn an und fing an leise zu sprechen: „Ich gab dir die Macht, mich mehr zu verletzen, als jeder andere dieses Planeten zu­sammen es könnte. Und du hast sie missbraucht. Du hast ge­nau das getan, was der Grund war, warum ich nie Freunde wollte. Du spieltest mir vor, dass alles nur eine Lüge war, dass du mich ausgenutzt hättest! Du brachtest Bo um! Hast mich im Glauben gelassen, du seist tot und jetzt machst du mir Vorwürfe, weil ich deine scheiß Nachricht nicht sah UND DIE­SE DUMMEN TAUCHANZÜGE NICHT DABEI HAB? Du bist unglaublich... du... du warst mein Bruder, du...“ Erschrocken brach sie ab. Was verdammt noch mal war in sie gefahren? Vor all den anderen so zu herum zu schreien...
Abyss blickte sie betroffen an. „Es war eben ein dummer Plan“, sagte er dann. „Hört sich doch ganz nach mir an.“
„Ja... Ja.“
„Könntet ihr... das... bitte... später klären?“, fragte eine raue Stimme aus der Nachbarzelle. Gibbli sah seine Umrisse im Schatten liegen. Die schwarzen Augen ihres Kapitäns wirkten in der Dunkelheit fast wie tiefe Löcher und scheinbar wollte oder konnte er nicht aufstehen.
„Ich... ich weiß nicht wie die Gitter aufgehen“, sagte Gibbli leise. „Die Chipkarte funktioniert bei diesen Schlössern nicht.“
„In meinem Mantel findest du noch eine der Festluftbom­ben“, sagte Abyss, als wäre es selbstverständlich so etwas ge­fährliches bei sich zu tragen und zeigte an ihr vorbei. „Er liegt da hinten.“
Gibbli drehte sich um. Bo half Nox noch immer die schwe­ren Fässer vor die Tür zu wuchten. Der Geigenkoffer stand neben Skys großer Holzkiste, den die Soldaten unter einen Tisch gerollt hatten. Auf diesem lag Abyss' Mantel.
Sie stürzte darauf zu und suchte in den vielen Innenta­schen nach der kleinen Bombe. Nachdem ihre Finger einige Messer ertasteten, fand Gibbli was sie suchte.
„Du musst nur die Blockade aus dem Schlauch raus zie­hen. Dann dauert es etwa drei Sekunden. Hm, naja, manch­mal auch mehr oder weniger. Wenn du sie zwischen unseren Zellen platzierst, sollte es klappen.“
Sie nickte. „Geht zurück.“
Abyss wich an die Wand zurück und Sky zerrte sich an den Gitterstäben entlang weiter nach hinten, in eine Ecke. Dann zog Gibbli das Metallstück heraus. Sie schaffte es gera­de noch weit genug weg, bevor das Ding explodierte und einen großen Teil der Gitterstäbe mit sich riss.
Es hatte funktioniert, die beiden waren frei!
„Null Plan von Technik... aber so etwas... bekommt er hin“, brachte Sky hervor, während sich der Staub langsam legte.
„Ein paar Versuche waren schon nötig dafür“, erwiderte Abyss.
„Ein paar Versuche?“, rief Bo hustend, irgendwo von den Fässern aus. „Als ihr bei den Tiefseemenschen wart, hätte er mit seinen Experimenten fast die halbe Mara in die Luft ge­sprengt!“
Sky zog sich an den Gitterstäben hoch, verzerrte dann das Gesicht und sank wieder zu Boden. Abyss trat aus seiner Zelle heraus, drückte Gibbli sein Messer in die Hand, um dann zu Sky zu eilen, vor dessen Seite er sich niederkniete.
Ein wenig nervös trat Gibbli an die beiden heran. Im Licht ihres EAGs erblickte sie Sky am Boden. Die Narbe, die Nox damals verursacht hatte, trat deutlich aus seinem Gesicht her­vor. Jemand hatte sich an ihr zu schaffen gemacht und die Kratzer erneut aufgerissen. Seine Kampfmontur hing teilweise zerrissen an ihm herab und wurde von einer großen Wunde an seiner Schulter mit Blut durchtränkt. Den beunruhigends­ten Anblick gab sein Bein ab. Es lag halb verdreht da und stand in einem Winkel ab, der normalerweise nicht möglich war.
Abyss sah aus, als fühlte er sich schuldig. „Sky, es... das hätte mich treffen s-“
„Halt... die Klappe“, unterbrach ihn der Kapitän.
„Bo!“, rief Abyss. „Komm her!“
Bo eilte herbei und an Gibbli vorbei zu Sky. Hinter sich hör­te Gibbli, wie Nox an sie herantrat. „Die Fässer aufhalten sie nicht lange. Wir wegmüssen. Sofort!“, murmelte er leise.
„Du musst es grade biegen!“, sagte Abyss an Bo gewandt.
„Was? Nein!“ Bo blickte ihn unsicher an. „Ich... ich hab so was noch nie gemacht. Was, wenn ich es kaputt mache? Ich mache es bestimmt kaputt! Es ist-“
„Schweig!“, krächzte Sky und unterbrach ihren Wort­schwall. „Sehe ich... da... Angst? Ein Tiefseemensch kennt kei­ne... Angst. Du kannst das Bo!“
Bo's Ausdruck änderte sich schlagartig. „Halt ihn fest“, sag­te sie kalt und blickte entschlossen zu Abyss auf.
Abyss nickte.
Gibbli zuckte zusammen, als ein ekliges Knacken durch den Raum hallte, gefolgt von Skys Aufschrei.
Nach ein paar Sekunden schien es ihm besser zu gehen. Mit geschlossenen Augen hielt er sein Bein fest und versuchte tief durchzuatmen.
Gibbli reichte Abyss sein Messer zurück. Er steckte es kur­zerhand in ihren Stiefel. „Behalt es. Vielleicht ist es dir noch nützlich.“
Sie freute sich so sehr, ihn wieder zu sehen. Lebendig, wenn auch etwas mitgenommen. Aber er stand wieder an ihrer Seite und das nicht als Verräter. Dass sie ihn gerade geschlagen hatte, schien er völlig zu ignorieren. Blutverschmiert lachte sein blasses Gesicht sie an und Gibblis Mundwinkel zogen sich für eine Sekunde nach oben. In seinen grauen Augen erkannte sie, dass er es bemerkt hatte. Sie kämpfte gegen das Verlangen an, ihn einfach zu umarmen. Abyss hob einen Arm, als hätte er denselben Gedanken. Dann hielt er sich jedoch zurück und legte seine Hand nur kurz auf ihre Schulter, um sie sofort wie­der zurück zu ziehen und sich von Gibbli wegzudrehen. Na­türlich wusste er, dass sie es verabscheute berührt zu werden. Dennoch fühlte sich Gibbli ein klein wenig enttäuscht und wünschte sich fast, er hätte es doch getan.
„Und jetzt?“ Bo blickte sich ratlos um.
„Wir müssen hinunter tauchen“, sagte Nox.
„Und wie?“, fragte Abyss.
„Seid still!“, befahl Sky und zog sich an den Gitterstäben hoch. Bo atmete durch ihre Zähne aus und Gibbli sah ihr an, dass es ihr nicht recht war, dass er jetzt schon aufstand. „Wir müssen den Gang erst einmal finden.“
Der Kapitän humpelte aus der Zelle. Abyss machte eine ungläubige Handbewegung und auch Nox hielt sich kurz die Hand vor Augen, schüttelte dann den Kopf und folgte ihm. Sky schnallte sich seine Taschen um, während Abyss sich den Mantel umwarf und nach seinem Geigenkoffer griff.
„Warte, ich kann das Ding doch auch ziehen! Soll ich dir helfen?“, fragte Bo, als Sky seine Kiste mit größter Anstren­gung unter dem Tisch hervorschob.
„Fass sie nicht an!“
„Und schon ist er wieder am rumkommandieren“, grum­melte Abyss.
„Ich bin euer Kapitän, vergiss das niemals!“, knurrte Sky ihn an. „Schafft die restlichen Fässer hier beiseite! Ich habe da et­was aufblitzen sehen!“
Sie machten sich an die Arbeit und tatsächlich befand sich hinter den Fässern eine runde Falltür im Boden.
„Wie funktioniert das?“, fragte Bo, als sie um die Öffnung herumstanden.
Ein großes Rad prangte darauf und schimmerte in golde­nem Metall. Sky ließ sich umständlich zu Boden fallen und drückte an der Tür herum. Schließlich drehte er das Rad mit aller Kraft. Es gab nach und quietschte leise, ansonsten pas­sierte nichts.
„DNA gesichert?“, fragte Abyss.
„Los!“, Sky sah Gibbli auffordernd an.
Sie steckte ihr EAG weg und kniete sich an der Öffnung nieder. Ob es wieder wehtun würde? Nach kurzem Zögern fasste Gibbli mit beiden Händen den glänzenden Balken des Rades und drehte es. Unter ihren Fingern rastete der Me­chanismus ein. Mit jedem Stück klickte es, wie ein alter We­cker den man aufzog. Das Metall unter ihren Fingern erhitzte sich kein bisschen. Schließlich rastete der Mechanismus ein und hob sich leicht nach oben. Die anderen fassten mit an und die runde Luke öffnete sich langsam.
Darunter befand sich eine breite Röhre, die gerade hinab führte und in einem runden Raum endete. An der Innenseite ragten kleine Griffe empor, mit deren Hilfe man nach unten klettern konnte.
Sie erschraken, als draußen jemand an der Tür rüttelte und diese gegen die Fässer knallte, mit denen Nox und Bo den Eingang verrammelt hatten.
Fast in derselben Sekunde hielt Sky schon seinen Strahler in der Hand. „Ich gehe als letzter. Macht schon!“
Nox sprang als erstes nach unten und landete leichtfüßig in dem Raum. Bo hüpfte ihm hinterher. Danach kletterten Gibbli und Abyss mit seinem Koffer durch die Röhre hinab. Dann hörten sie, wie einige Fässer umfielen.
„Die Kiste!“, rief Sky über ihnen, schob seinen schweren Holzkasten in die Röhre und ließ sie langsam herab gleiten.
Abyss und Nox fingen sie auf. Gibbli sah, wie Sky sich von der Öffnung wegdrehte. Stimmen ertönten und ein Schuss fiel. Eines der Fässer rollte irgendwo durch den Raum. Dann schob sich Sky in die Röhre. Gibbli sah, wie oben die Gesichter von Soldaten auftauchten. Der Kapitän packte die runde Luke und hängte sich mit vollem Gewicht daran, so dass sie zurück nach unten fiel. Ein Mann schrie, offenbar hatte er sich die Finger an der Öffnung eingequetscht. Jemand trommelte dumpf dagegen, während Sky noch an dem Rad baumelte, das sich baugleich wie außen auch auf der Innenseite befand. Doch der Mechanismus war eingerastet und unverrückbar fest. Ihr Kapitän hangelte sich an den Griffen entlang durch die Röhre nach unten, dann ließ er sich in den Raum fallen.
„Verflucht!“ Er packte sein Bein und taumelte rückwärts an die gebogene Außenwand.
„Sky, der Schuss, bist du-“
„Nein. Einer der Soldaten ist umgekippt, ich habe ihn ge­troffen“, unterbrach er Bo und sank erschöpft auf den Boden.
Gibbli sah sich in dem Raum um. Er war zylinderförmig rund und breit, jedoch sehr niedrig, vielleicht knapp über zwei Meter. Abyss konnte gerade noch stehen, ohne mit dem Kopf an die Decke zu stoßen.
„Hier drin befindet sich gar nichts. Es geht nirgendwo wei­ter“, sagte Bo enttäuscht.
Sky, wischte mit einer Hand durch die Luft, als fange er eine Fliege ein, während Abyss das goldene Rad ergriff und die zweite Luke am Ende der Röhre über ihnen schloss.
„Falls sie oben durchkommen“, sagte er.
Im selben Moment fingen hunderte kleiner Kugeln in der Luft um sie herum an aufzuglühen. Sky öffnete seine Faust und eines der Pünktchen leuchtete ihm entgegen.
„Kleine Sonnenstücke... Wie auf der Mara“, sagte er.
Dann hörte Gibbli ein Geräusch, welches ihr sofort das Ge­fühl gab zu fallen.
„Wasser!“, rief sie erschrocken.
„Wo?“, fragte Abyss und sah sich um.
„Ich höre es ebenfalls“, sagte Nox. „Ein Rauschen. Irgendwo eindringt Wasser.“
Bo fing an, die goldenen Wände abzutasten. „Hier ist alles trocken.“
Abyss legte eine Hand an die Decke. „Ich glaub, es fällt auf uns drauf.“
„Es rinnt die Außenwände hinab“, sagte Sky
Ohne Vorwarnung durchfuhr ein Rütteln den ganzen Raum und für einen kurzen Moment fühlte Gibbli sich wirk­lich so, als fielen sie nach unten. Abyss taumelte leicht, wäh­rend Bo und Nox an den gebogenen Wänden Halt suchten. Gibbli hielt sich an Skys Kiste fest.
„Das ist ein Aufzug. Der ganze Raum ist ein Aufzug!“ Sky grinste. „Wir bewegen uns in den Boden hinein.“
Nach ein paar Minuten wurde ihnen klar, dass dies wohl länger dauern würde. Gibbli setzte sich neben Abyss, während der Kapitän Bo erlaubte, sein Bein noch einmal anzusehen. Doch ohne Verband und Medikamente konnte sie nicht viel ausrichten. Das Marahang musste reichen. Einzig Nox stand mit verschränkten Armen da und ließ seinen düsteren Blick durch den Raum schweifen, als erwartete er jeden Moment einen Angriff.
„Jetzt mal im Ernst, was ist da drin?“, fragt Abyss nach ei­ner Weile.
„Das hast du mich schon einmal gefragt“, knurrte Sky.
„Und?“
„Und ich habe dir schon einmal gesagt, dass dich das nichts angeht.“
Gibbli bemerkte, dass es Abyss langsam langweilig wurde. Das war nicht gut. Gar nicht gut.
„Ich könnte sie einfach aufmachen“, sagte er angriffslustig.
„Ich könnte dich einfach erschießen“, erwiderte Sky.
„Wegen einer alten Dreckskiste?“, stichelte Abyss.
Sky hob seinen Strahler und zielte auf ihn.
„Hört doch auf!“, Bo begann in dem niedrigen Raum auf und ab zu gehen. „Immer diese Streiterei. Könnt ihr nicht ein­fach normal miteinander reden?“
Abyss blickte sie düster an, während Sky zögernd seine Waffe wegsteckte.
In Gibblis Ohren begann es leicht zu klicken. „Die Luft än­dert sich“, flüsterte sie.
„Druckausgleich!“, befahl Sky und riss kurz den Mund auf, während er sich an seine Ohren fasste. Dann zog er sein EAG aus der Tasche, um die Änderungen zu prüfen. „Das geht viel zu schnell.“
„Was bedeutet das?“, fragte Abyss.
„Dass wir irgendwann in einer blutigen Masse enden, wenn es nicht aufhört“, antwortete der Kapitän.
„Was? Warum? Ich möchte nicht in einer blutigen Masse enden“, sagte Bo. „Dann kann ich Sam nicht mehr sehen!“
„Du bist bereits ohne Druckanzug getaucht, du wirst es überstehn“, grummelte Abyss.
Nach einer Weile fühlte sich Gibbli leicht benommen. Die Temperatur sank langsam und das Atmen fiel ihr zunehmend schwerer. Sie fühlte sich an diesen schrecklichen Traum mit Rod erinnert. Rod, der Mara packte. Mara, die keine Luft mehr bekam.
Gibbli schnappte nach Luft.
„Hey!“, hörte sie Abyss neben sich sagen. „Gibbli!“ Vor ihren Augen verschwammen die Schemen der anderen und wurden dann wieder klarer. Sie bemerkte, wie Abyss' Oberkörper leicht hin und her schwankte. „Das passiert nicht wirklich hörst du! Ich bin... bei... dir. Ich... bin...“ Während er sprach, wurden seine Worte immer langsamer. Dann brach er ab. Die Augen fielen ihm zu und sein Kopf sackte zurück gegen die Wand, an der er saß.
Panik stieg in ihr hoch. „Mir ist schwindlig“, sagte Gibbli und hielt ihre Stirn mit beiden Händen fest. Sie versuchte aufzuste­hen und merkte, dass ihre Bewegungen mehr Kraft als sonst erforderten. Die Luft erschien so zäh, fast greifbar. Langsam wurde es bitterkalt.
„Nein! Bleib sitzen!“ Sky streckte vom Boden aus die Hand nach ihr aus. „Bo, halt sie... am Boden, sie wird... umkippen.“ Gibbli spürte, wie Bo plötzlich über ihr stand und sie sanft da­von abhielt aufzustehen. Weder sie noch Nox schienen etwas von den Auswirkungen auf die Druckänderungen zu spüren.
„Die Zusammensetzung... der Luft... ändert sich“, brachte Sky hervor, den Blick auf sein EAG gerichtet. „Hier drin... muss... irgendwo... eine... Öffnung...“
Wieder verschwamm alles um Gibbli herum.
 
Als sie erwachte, schienen nur ein paar Minuten vergangen zu sein. Gibbli lehnte noch immer an der gebogenen Wand. Die Zusammensetzung der Luft hatte sich verändert und Gibbli konnte wieder atmen, doch der Druck war gleich hoch und ihre Bewegungen nur langsam. Sie sah eine fast weiße Gestalt regungslos auf der anderen Seite des Raums liegen. Sein ehe­mals gebrochenes Bein stand angewinkelt am Boden. Schein­bar konnte er es wieder abknicken. Skys Lippen hoben sich kaum mehr von seiner Haut ab und sein schwacher Atem ge­fror an der eiskalten Luft. Mit offenen Augen starrte er gera­dewegs zur Decke.
„Warum?“, fragte er leise und ohne sich zu bewegen.
Zwei Schritte weiter saß Bo erschöpft an einer Wand. „Du bist unser Kapitän“, flüsterte sie kraftlos.
Nox kniete neben seiner Schwester und blickte sie schein­bar halb wütend, halb besorgt an. Das Marahang an ihrer Brust drehte sich wahnsinnig schnell und leuchtete so hell, dass es die Sonnenstücke im Raum um ein Vielfaches über­strahlte.
Gibbli schlang zitternd die Arme um ihre Füße. Auch vor ihrem eigenen Mund bildete sich ein weißer Hauch beim Aus­atmen. Neben ihr nahm sie eine Bewegung war. Sie drehte langsam den Kopf. Abyss war wach und blickte sie müde an. Er wirkte erschöpft.
„Bist du okay?“, fragte er leise.
Gibbli nickte leicht.
„Wir atmen jetzt die oceanische Luft der Kolonie. So muss es sich auch auf ihrem Planeten anfühlen“, raunte Abyss ihr zu. „Ich glaub es wird noch kälter. Aber an der Luft scheint sich nichts mehr zu ändern und der Druck bleibt konstant.“
Beunruhigt blickte Gibbli zu den anderen hinüber. „Was ist mit ihnen?“, flüsterte sie.
„Muss an seinem Bein liegen.“ Abyss schüttelte den Kopf. „Sky hat die Änderungen der Atmosphäre überstanden, ohne bewusstlos zu werden. Als Soldat trainiert man so was. Als ich aufgewacht bin, ging's ihm noch gut. Dann ist Bo fast um­gefallen. Das Marahang entzog ihr wahnsinnige Mengen an Energie. Sie versuchte ihn ohne seine Zustimmung zu heilen, viel zu schnell und das hat sein Körper wohl nicht verkraftet. Er kippte plötzlich einfach um. Ich glaube, damit hat er nicht gerechnet, dass Bo sich so für ihn aufopfert.“
Gibbli öffnete den Mund, um etwas zu sagen, dann hielt sie inne. Ihr Herz begann zu rasen und das Kribbeln in ihrem Bauch zeugte von seiner grausamen Nähe. Sie verspürte den Drang zu fliehen und alles in ihr schien mit einem Schlag wie festgefroren. Er wartete. Und sie wusste, er spürte, dass sie nicht mehr weit war. Der Aufzug näherte sich ihm unaufhalt­sam und mit seinen Gedanken pflanzte er bereits jetzt eine panische Angst in sie hinein. Sie versuchte seine Kälte abzu­blocken, doch es gelang ihr nicht.
„Abyss“, flüsterte Gibbli zitternd. „Halt mich fest.“
Er zögerte überrascht, rutschte dann näher an sie heran und zog sie zu sich unter seinen Mantel. Währenddessen stemmte sich der Kapitän nach oben, in eine sitzende Position und funkelte die beiden missbilligend an. Umschlungen in Abyss' starken Armen spürte sie die Wärme, die von ihm aus­ging und ihr Herzschlag beruhigte sich ein wenig.
„Steven?“, fragte er leise.
Gibbli nickte, drückte ihre Knie fest an sich und legte den Kopf an seine Brust.
„Denk nicht an dieses Monster. Wir töten ihn. Denk an Ocea und die Technologie, die du dort finden wirst“, versuchte er sie zu beruhigen.
Mit Erfolg. Welche wundervollen Maschinen würden sie in Ocea finden? Kaum vorstellbar, dass sich die Stadt so weit unter dem Meeresgrund befand. Eine Stadt im Inneren des Planeten. Und sie bewegten sich noch immer nach unten. Me­ter um Meter, vielleicht viele tausende.
„Abyss“, zischte der Kapitän drohend von der anderen Seite des Aufzugs aus. „Weg.“
Trotzig schüttelte Abyss den Kopf. „Halt mich doch auf, wenn es dir nicht passt. Nichts, was du oder irgendein Gesetz mir vorschreiben wollt, wird etwas daran ändern. Niemals.“
Sky blickte ihn ernst an, doch er blieb sitzen. „Das ist nicht gut. Nicht gut, Abyss“, sagte er dann leise.
Schweigend saßen sie da und Gibbli wünschte sich fast, diese Fahrt würde niemals enden.
Nur wenige Minuten später, Bo ging es Dank des Mara­hangs gerade wieder besser, hielt der Aufzug abrupt an. Sky sprang hoch. Noch immer etwas humpelnd trat er zu seiner Kiste. Dank Bo's erschöpfender Heilung, wirkte er um einiges fitter. Abyss half Gibbli auf.
Lautes Plätschern war zu hören, das zu einem ohrenbetäu­bend prasselndem Geräusch anschwoll. Kurze Zeit darauf wurde das Rauschen des Wassers wieder leiser, bis nur noch der Klang vereinzelter Tropfen durch den niedrigen Raum drang. Etwas krachte laut, als würde Metall von irgendwo ab­gekoppelt werden. Sky zog seinen Strahler und auch Abyss holte ein Messer aus seinem Mantel hervor. Mit der anderen Hand griff er nach seinem Geigenkoffer. Dann bewegten sich die gebogenen Wände um sie herum und fuhren knirschend nach oben.
Der Aufzug hatte sich in eine Art runde Plattform verwan­delt. Um sie herum tropfte noch immer eine große Menge Wasser nach unten, wie ein kleiner Wasserfall. Es fiel auf das Gitter im Boden, wo es versickerte. Dahinter konnte Gibbli ver­schwommen die ersten glänzenden Bauten erkennen. Sky hielt kurz seine Hand unter die Flüssigkeit, dann packte er sei­ne Kiste und zerrte sie, seinen Strahler nach vorne gerichtet, durch das tropfende Rinnsal hindurch. Nox folgte ihm ohne zu zögern. Dahinter die anderen. Unsicheren Schrittes ging Gibbli hinter dem Kapitän her. Und als sie die Wasserwand passiert hatte, bot sich ihr der atemberaubendste Anblick ihres ganzen Lebens.

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