Kapitel 21: Der Nebel formt sich (Bis in die tiefsten Ozeane)

Nervös stand sie vor der nebligen Kugel. Währenddessen klatschte Cora aufgeregt in die Hände und tanzte um den runden Tisch. Gibbli fühlte sich unwohl, während alle um sie herum standen und sie anstarrten. Na schön, das war ihre Chance zu zeigen, dass sie es Wert war, hier zu sein. Zu be­weisen, dass sie hier her gehörte, in diese Mannschaft, in Skys Crew. Sie versuchte Coras Küken zu ignorieren, das sich mit­ten unter die Kugel gesetzt hatte und rief sich den Satz von Steven in Erinnerung. Als wäre es gestern gewesen, hörte sie seine kalte Stimme in ihrem Kopf:
‚Je grausamer deine Taten sind, desto stärker wirst du sein. Je wütender du bist, desto besser kannst du es kontrollieren. Je mehr Schmerzen du bereits in dir trägst, desto weniger wird dich diese Technologie verletzen.‘
Sie hatte diesen Mönch umgebracht. Das musste doch grausam genug sein! Sie war wütend gewesen, weil Abyss sie dafür hasste. Gehasst hatte. Handelte es sich dabei um Wut? Gibbli war sich nicht sicher.
Nox, der ihr gegenüber stand, starrte Gibbli abwartend und mit verschränkten Armen an. Bo hatte vorsichtshalber einen Eimer der türkisen Flüssigkeit bereitgestellt. Als ihr Blick auf Abyss fiel, schüttelte er kaum merklich den Kopf.
„Mach schon“, befahl Sky.
Gibbli streckte langsam ihre Hand aus. Sie merkte, dass Abyss näher an sie heran trat. Dann berührte sie die eiskalte Oberfläche. Es fühlte sich an wie damals. Der milchige Nebel begann unter der durchsichtigen Oberfläche herumzuwirbeln. Kurz formte er ein Bild. Gibbli erkannte das Gesicht von Rod, dem Erbauer der Mara und wischte es sofort in Gedanken beiseite. Überraschenderweise funktionierte es. Seine Gestalt löste sich auf und wurde wieder zu weißem Nebel. Doch dann passierte nichts. Angestrengt dachte sie an Ocea. Wo befindet sich die Stadt? Sie wiederholte diese Frage in ihren Gedanken immer wieder, versuchte all ihre Kraft hinein zu stecken, aber die Kugel änderte sich nicht mehr.
„Warum funktioniert es nicht?“, fuhr Sky sie an.
„Ich... ich weiß es nicht“, flüsterte Gibbli.
Seine Hände ballten sich zu Fäusten. „Konzentriere dich!“
Dann fiel Gibblis Blick auf ihr Bein. Es tat kaum noch weh. Lag es an den fehlenden Schmerzen?
„Fang wieder mit etwas anderem an. Zeige uns die Meeres­akademie“, forderte Sky sie auf.
Gibbli konzentrierte sich auf die Akademie. Sofort begann der weiße Nebel sich zu den vielen zusammenhängenden Ge­bilden am Meeresboden zu formen. In der Mitte ragte der große Zentrumsturm zur Wasseroberfläche empor.
„Gut. Und jetzt ein Gebiet der Tiefseemenschen. Takkao.“
In Sekundenschnelle verdunkelte sich das Bild in der Kugel und die dunkelblau schimmernden Steinbauten erschienen darin.
„Wird es warm?“, fragte Abyss leise, direkt neben ihr.
Gibbli schüttelte den Kopf.
„Gut. Und jetzt die Stadt. Ocea“, befahl Sky.
Wieder konzentrierte sie sich. Nichts. War die Erinnerung an ihre Wut zu schwach? Oder lag es doch am fehlenden Schmerz? Es konnte nur der Schmerz sein!
„Abyss“, flüsterte sie, so dass nur er es hören konnte. „Schlag mich.“
„Was? Nein!“
„Tu es“, wisperte sie mit zusammen gebissenen Zähnen.
Sie spürte, dass er zögerte. Im nächsten Moment kauerte sie am Boden und krümmte sich vor Schmerzen.
„Was machst du?“, schrie Bo entrüstet.
„Verflucht, Abyss!“, rief Sky, der keine Sekunde später sei­nen Strahler auf ihn gerichtet hielt.
Abyss kümmerte sich nicht darum und half Gibbli auf, die sich röchelnd den Bauch hielt. Sie nahm die anderen nur noch schemenhaft wahr. Cora lachte laut und dieses fiese Lachen war es, was Gibbli zurück in die Gegenwart holte. Ehe noch jemand etwas unternehmen konnte, presste sie ihre Hand wie­der auf die Kugel. Der Nebel wirbelte wild darin umher, nur um dann erneut zum Stillstand zu gelangen.
„Nein nein nein!“ Verzweifelt presste Gibbli beide Hände so fest sie konnte gegen die Oberfläche.
Sky ließ seine Waffe sinken.
„Ich streng mich ja an!“, rief sie. Verdammt! Warum klappte es nicht? Es tat doch weh! Vielleicht nicht genug. „Gib mir ein Messer, Abyss.“
„Gibbli“, sagte Abyss leise und sie spürte seine großen Hän­de an ihrer Schulter. „Wir finden einen anderen Weg.“
„Es gibt keinen anderen Weg!“ Sie schlug wütend auf die Kugel. Für einen kurzen Moment formte sich der Nebel zu ei­nem Gebilde, um sich dann wieder zu verteilen.
Gibbli fuhr hastig herum und rannte weg, ohne auf die Rufe der anderen zu achten. Sie lief nach unten, in den Ma­schinenraum. Sie hatte versagt. Schon wieder. Was musste Sky nur von ihr denken. Und Bo und Nox erst? Und Abyss, vor dem sie stark sein und endlich alles richtig machen wollte. Sie war sogar getaucht, nur für ihn! Und was hatte es ihr ge­bracht? Nichts! Kauernd ließ sie sich in einer Ecke hinter einer Maschine nieder.
 
„Hey“, sagte eine Stimme eine halbe Stunde später und Gibbli schreckte hoch. „Lauf doch nicht immer gleich weg. Du weißt, dass ich dich immer finde. Sogar in Takkao hab ich dich ge­funden.“
Gibbli hatte gar nicht bemerkt, wie er hier her gekommen war. Abyss hockte anscheinend seit einiger Zeit vor ihr am Bo­den und blickte sie abschätzend an.
„Sky meint, wir sollten noch mal ins Archiv der MA. Viel­leicht finden wir dort einen Hinweis. Er kommt mir irgendwie etwas nervös vor. Und Nox überlegt das U-Boot zu verlassen und selbst nach der Stadt zu suchen. Bo versucht ihn davon abzuhalten. Sie ist davon überzeugt, dass wir nur mit der Mara dort hin-“
„Abyss“, unterbrach sie ihn. Ihr war etwas klar geworden: Es lag an der Wut. Sie war nie richtig wütend auf Abyss ge­wesen. Sie erinnerte sich plötzlich an etwas. An diesen schrecklichen Gedanken, der ihr gekommen war, als er ihr an­geboten hatte, zusammen abzuhauen. Es gab einen Grund, warum sie das nicht tun durften. Und dieser Grund erschien ihr, wenn sie genauer darüber nachdachte, gar nicht mehr so grausam. „Weißt du noch, heute morgen? Du sagtest, Sky sei der Meinung, dass Steven dazu im Stande ist, mit Gefühlen zu spielen.“
Sie spürte, wie Abyss sie besorgt musterte. Gibbli sah auf und zwang ihren Blick direkt in seine grauen Augen.
„Du tust es schon wieder, du siehst mich an“, knurrte er misstrauisch. „Diese drei Tage da draußen haben dich verän­dert.“
„Sky hätte es nie geschafft, mich zum Tauchen zu zwingen. Nein. Du hast mich verändert. Dein Hass hat mich verändert.“
Er schüttelte verwirrte den Kopf und schien nicht zu ver­stehen, wovon sie sprach.
„Weil ich ihn umbrachte“, fuhr sie fort. „Weil es meine Schuld war, dass der Mönch starb. Ich habe alles kaputt ge­macht. Deswegen bin ich für dich getaucht. Du warst ent­täuscht von mir, das wollte ich nicht. Ich wollte dir zeigen, dass ich es kann. Dass du mich nicht für einen Versager hältst. Dass nicht alles schief geht, was ich anfasse und damit du mich nicht mehr hasst.“
„Ich hab dich nie gehasst, Gibbli. Ich...“ Er sah zur Seite und dann auf den Boden. „Ich wollte, dass er dich kennen lernt.“ Dann blickte er wieder in ihre Augen. „Nur, das kann er jetzt nicht mehr.“
Stille breitete sich aus. Nach einer Weile fiel Gibbli wieder ein, was sie eigentlich sagen wollte.
„Sky hat recht. Es sind nicht Stevens Worte, die mir Angst machen. Und ganz sicher ist es nicht das.“ Sie deutete auf ih­ren verbundenen Oberschenkel, in den Steven seine Finger ge­rammt hatte. „Steven drückt mich nach unten. Es fühlt sich an, als könnte er alles tun was er will, ohne dass ich ihm et­was entgegenzusetzen habe. Wenn er meine Anwesenheit spürt, dann lässt er meine Füße am Boden festwachsen. Er macht, dass ich mich nicht mehr bewegen kann. Er ist viel schlimmer als diese Träume. Wenn... wenn Rod Mara weh tut, dann bin ich in ihrem Körper. Wenn er sie taucht, spüre ich das Wasser in meinen Lungen! Aber Steven ist so viel schlimmer. Steven ist... er ist wie ein böser Gott. Als würde er alles beherr­schen, als würde die Welt ihm gehören, als würde ICH ihm ge­hören. Abyss, all das lässt er mich spüren, noch bevor er auf­taucht. Er lässt mich einfach erstarren. Ich will schreien, aber kein Laut verlässt meine Lippen. Ich will rennen, doch meine Beine gehorchen mir nicht mehr. Mein Herz droht zu zersprin­gen, mir wird schlecht, ich friere ein und gleichzeitig ist mir so heiß, dass ich denke zu verbrennen! Er raubt mir die Luft. Er lässt mich ertrinken, ohne auch nur einen einzigen Tropfen Wasser in meine Nähe zu bringen! Und dann, dann, kurz be­vor die Angst mich auffrisst, erscheint er. Und wenn er dann da ist, fühlt es sich nicht mehr so an, wie der Fall in einen tie­fen Abgrund. Nein, stattdessen ist es wie der Aufprall am Ende, wenn der Körper am Boden zertrümmert wird. Nur dass sich dieser nicht im Bruchteil einer Sekunde abspielt, sondern durchgehend, so lange der Wächter in meiner Nähe ist, so lan­ge Steven das will. Und das Schreckliche ist, ich weiß, dass er nicht der einzige ist. Da ist noch jemand und wartet. Jemand, von dem ich mir sicher bin, dass er Steven in nichts nachsteht. Jeff. Der zweite Wächter. Es hat keinen Sinn wegzulaufen. Sie würden mich finden, egal wo wir uns verstecken. Abyss, ich will sie vernichten! Ich will die beiden sterben sehen! Ich will sehen, wie ihre Körper zerfetzt werden, ich will ihre Eingeweide über ganz Ocea verteilt wissen! Ich will, dass sich ihr Blut mit dem Wasser des gesamten Ozeans vermischt. Wir fahren nach Ocea und wir töten sie. Fertig. So einfach. Du hast mir gesagt, ich soll leben. Ich will nicht mehr kompliziert denken, Abyss. Ich will leben.“
Gibbli übersah die Überraschung in seinen Augen nicht, als sein Mund sich langsam zu einem Grinsen zog. „Ich glaub, wir sind beide keine guten Menschen, Gibbli.“
„Ich denke, ich schaffe es jetzt“, sagte Gibbli nach einer Weile.
„Was meinst du?“ Sie antwortete ihm nicht, stand auf und ging an ihm vorbei, Richtung Zentrale. „Gibbli?“, fragte Abyss wieder und folgte ihr.
 
Oben angekommen erblickte sie Bo, die versuchte Nox in ein Gespräch zu verwickeln. Dieser hatte die Arme verschränkt und sah sie nur mürrisch an. Sky hob den Kopf, als Gibbli an den Konsolen vorbei ging, doch sie beachtete ihn nicht weiter. Geradewegs steuerte sie auf die Kugel zu und legte ohne zu zögern ihre Hände drauf. Der Nebel wirbelte umher und form­te sich schließlich zu vielen kleinen Gebäuden am Meeres­grund. Ein großer Turm bildete das Zentrum. Schweigend trat der Kapitän langsam näher.
„Ocea“, antwortete Gibbli nur.
Sky blickte sie verwirrt an, als wäre sie verrückt geworden. „Das ist nicht Ocea. Das ist die Akademie.“
Gibbli spürte, wie hinter ihr Abyss zu ihnen nach oben kam. Auch Bo hatte aufgehört auf Nox einzureden und die Ge­schwister traten ebenfalls näher.
„Das ist Ocea“, flüsterte Gibbli jetzt.
„Nein. Das ist die Meeresakademie“, wiederholte Sky.
Gibbli schüttelte den Kopf. „Ich denke nicht an die MA. Ich denke an die Positionsdaten von Ocea. In diesem Moment.“
„Unmöglich“, sagte Nox.
„Es sei denn...“ Sky setzte sich auf die Bank am Tisch, um das Bild in der Kugel darüber genauer zu betrachten. „...Gibbli, was befindet sich unter der Akademie?“
Auf seine Frage hin änderte sich das Bild. Wie eine Kame­ra, die nach unten zoomte, tauchten sie mitten in den Unter­grund hinein, durch harten Meeresboden hindurch. Ein röh­renförmiger Gang wurde sichtbar, beginnend unter den Ge­fängnissen, der senkrecht weiter in den Boden hinab führte. Ihre aller Augen weiteten sich. Aus den Augenwinkeln be­merkte Gibbli, dass Coras Küken jetzt zufrieden auf dem Kopf der kleinen KI saß.
„Er steht unter Wasser!“, rief Bo aufgeregt.
Immer schneller bewegte sich das Bild, bohrte sich die mit Wasser gefüllte Röhre entlang, durch harten Fels. Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde das Motiv unschärfer, gleichzeitig heller. Weit entfernt blitzte etwas Goldenes auf.
„Bis in die tiefsten Ozeane“, flüsterte Sky.
Eine Gänsehaut breitete sich auf ihrem ganzen Körper aus. Dann spürte Gibbli einen stechenden Schmerz durch ihre Arme fahren. Sie keuchte auf und fiel nach hinten. Abyss fing ihren Sturz ab. Im selben Moment verschwand der Gang und verwandelte sich wieder in milchig weißen Nebel.
„Er weiß es! Steven weiß, dass wir es wissen. Ich hab es ge­spürt.“ Gibbli rieb sich einen Arm. Der Schmerz verschwand so schnell, wie er gekommen war.
Sky öffnete fassungslos den Mund. „Wir haben... all die Jahre sind wir... über der Stadt... sie befindet sich tatsächlich unter der Akademie. Und direkt unter dem Zentrumsturm liegt der Eingang.“
Bo lachte. „Dann los! Holen wir Sam da raus! Ich wollte schon immer einmal die Akademie sehen. Ist es schön dort? Wie viele Kurse gibt es? Sind die Lehrer-“
„Sei still!“, brachte Nox sie zum Schweigen. „Dein Tönen aufgeht mir die Nerven! Wir holen Sam, nichts anderes ist jetzt wichtig!“
„So leicht ist das nicht.“ Sky schüttelte den Kopf. „Wir müs­sen gezielt vorgehen.“
„Es bleiben uns nur fünf Tage!“, rief Nox.
„Jacks persönliche Flotte umfasst noch mindestens 150 U-Boote. Er wird sich nach der Schlacht zur Akademie zurück­gezogen haben. Außerdem sind da noch andere. Meine ehe­malige Flotte sowie viele weitere. Sicher befinden sich nicht alle bei der Akademie, aber ein großer Teil davon. Wir würden gut tausend Booten gegenüber stehen! Das schafft nicht ein­mal die Mara. Ich bezweifle, dass wir gegen so viele auch nur die geringste Chance hätten.“
Angriffslustig ballte Abyss seine Fäuste. „Warum sprengen wir sie nicht einfach?“
„Abgesehen davon, dass du die Absicht hast, damit zehn­tausende von Menschen umzubringen, wie willst du bitte eine komplette Flotte vernichten?“, fragte Sky.
„Ich dachte da an eine richtig große Explosion.“
Der Kapitän schüttelte genervt den Kopf. „Angenommen, wir schaffen es irgendwie anzulegen. Dann sind da immer noch die Soldaten in der Akademie.“
„Schwache Landmenschen“, grummelte Nox.
„Viele Landmenschen, die einen Meermenschen wie dich in ihrem Gebiet nicht dulden würden, ebenso wenig wie Bo“, er­widerte Sky. „Abyss und ich sind die meist gesuchten Männer im ganzen Meer. Wir würden nicht weniger auffallen. Gibbli und Cora könnten sich vielleicht unter die Schüler mischen. Nur Gibbli gilt als entführt und Cora ist eine tonnenschwere, goldene Kind-KI, die mit ihrem Verhalten sofort alle Blicke auf sich ziehen würde. Nein, wir müssen das genau planen. Die Reise zur MA wird von hier aus nur ein paar Stunden bean­spruchen. Das ist dennoch genug Zeit, um uns etwas auszu­denken.“
 
Etwas später zogen sich Gibbli und Abyss in den Maschinen­raum zurück. Bo hatte ihr noch den Verband abgenommen. Die Wunde war bereits so gut verheilt, dass sie ihn nicht mehr benötigte. Das Marahang leistete wie immer gute Arbeit.
„Warum lassen wir uns nicht einfach alle einsperren?“, fragte Gibbli Abyss, als sie sich hinlegte. „Du hast das schon mal gemacht und wir konnten entkommen.“
„Eben. Es wird kein zweites Mal funktionieren. Sicher ha­ben sie Vorkehrungen dagegen getroffen“, gab Abyss zu be­denken. „Mit deiner Erfindung werden wir das Schloss der Zel­lentüren wahrscheinlich nicht mehr aufbekommen. Sky hat recht, wir müssen das genau planen.“
Mit einem unguten Gefühl legte sie sich in ihre Hängemat­te. Abyss wirkte nervös. Seit wann war er so vorsichtig? Etwas genau planen, das passte nicht zu ihm. Normalerweise mach­te er sich erst um die Dinge Gedanken, wenn es so weit war und nicht davor.
Er lag am Boden, den Körper von ihr abgewandt. Plötzlich begann er wieder zu sprechen: „Ich versteh nicht, warum er sich überhaupt einmischt. Steven. Klar, er will, dass du zu ihm nach Ocea kommst. Aber wenn er nicht aufgetaucht wäre, hätten wir ja trotzdem nach der Stadt gesucht.“
Gibbli überlegte. Hatte Steven das alles geplant? Was be­absichtigte er damit? Warum wollte er, dass Gibbli von sich aus, freiwillig, zu ihm kam? Wenn er sich nicht eingemischt hätte, was wäre dann anders verlaufen? „Ohne ihn hätte ich nie die Wut aufgebracht, Oceas Eingang auf der Kugel anzu­zeigen“, sagte sie dann.
„Steven beeinflusst dich. Sicher möchte er die oceanische Seite in dir wecken. Ich habe Angst dich an ihn zu verlieren.“
„Ich kann ihn nicht ausstehen. Du bist mein Bruder, Abyss. Ich vertraue dir.“ Niemals hätte sie gedacht, so etwas irgend­wann zu irgendjemandem einmal zu sagen.
„Bruder“, wiederholte er nach ein paar Sekunden tonlos. Er wirkte betrübt. „Bruder“, flüsterte er noch einmal.

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